Vivian Maier

Street Photography - Straßenfotografie von Vivian Maier, Chicago

Street Photography - Straßenfotografie von Vivian Maier, ChicagoErst vor kurzem bin ich auf eine unbekannte, aber absolut sehenswerte und talentierte Fotografin, Vivian Maier, aus Chicago, Illinois gestoßen.

Vivian Maier war zu Ihren Lebzeiten völlig unbekannt und wurde erst posthum, nach Ihrem Tod, als Fotografin bekannt. Sie wurde nach Ihrem Tod wohl zu einer der talentiertesten „Street Photography“  Fotografen weltweit.

Die Entdeckung Vivian Maiers

John Maloof, 1981 geboren und als Immobilienmakler in Chicago tätig, arbeitete gerade an einem Buch über sein Stadtviertel. Eines Tages im Jahre 2008 ging er in ein Auktionshaus, entdeckte dort einen Schuhkarton mit einigen Filmen und erhoffte sich, einige Bilder für sein Buch zu finden. Er ersteigerte im Rahmen dieser Auktion etwa 30.000 Negative, ein großer Teil davon immer noch unentwickelt, auf Film gebannt. John Maloof erwarb an diesem Tag, die Negative von der besten Street-Fotografin, Vivian Maier, die bis dato noch völlig unbekannt gewesen ist.

Das Leben von Vivian Maier

oder das was bislang darüber bekannt ist. Man weiß, dass Vivian Maier Ihr ganzes Leben lang als Kindermädchen arbeitete, in „Central Camera“ einem ca. 110 Jahre alten Foto-Geschäft in Chicago hin und wieder einen Film einkaufte. Die Besitzer des Ladens kannten Vivian Maier, meinten aber, dass sie eine typische Person gewesen, mit der man nicht unbedingt ins Gespräch gekommen war. Sie liebte wohl Filme aus dem Ausland, mochte Amerikanische Filme zum Fotografieren wohl nicht so sehr. Ein Großteil Ihrer Fotografien handeln vom Leben der Menschen in den Straßen New Yorks und Chicagos. Ihre „Modelle“ sind dabei ebenso Passanten, Kinder, Obdachlose wie auch Straßenarbeiter und die Kinder, welche Sie als Kindermädchen betreute.
Vivian Maier wurde in New York 1926 als Kind französischer Einwanderer geboren, gestorben war Sie 2009, kurz bevor John Maloof mit Ihr in Kontakt treten konnte.

Das Interessante an Ihrem Werk ist, dass Vivian Maier Menschen aller Schichten vor die Linse nahm und sich nicht beirren ließ, ob Sie nun schief oder freundlich angesehen wurde. Vivian Maier entwickelte über die Jahre ein großes Talent, die einfachsten Szenen gekonnt ins Bild zu setzen.

Heute wird Vivian Maier oft im gleichen Atemzug mit Robert Frank oder Henri Cartier-Bresson genannt.

Um die Fotografien Vivian Maiers zu ehren, enthüllt John Maloof in seinem Blog, immer wieder neue Bilder aus seiner mittlerweile 100.000 Negative umfassenden Sammlung. Derzeit ist geplant eine Documentary / Dokumentation über Vivian Maier zu filmen. Das Projekt können Sie unterstützen unter kickstarter.com.

Bildreferenz: Bei dem dargestellten Bild handelt es sich um kein Bild Vivian Maiers, sondern um das Foto im Stil von Vivian Maier mit dem Titel „As I lay there, whistling dixie“ von cbank.