Street Photography – Straßenfotografie

Strassenfotografie Beispiel Fotografie

Street Photograpy, oder Straßenfotografie auf Deutsch, ist eine Art der dokumentarischen Fotografie, in der Ereignisse und Gegebenheiten an öffentlichen Orten jeglicher Art, wie z.B. Straßen, Plätzen, Parks, Einkaufshäusern, Bahnhöfen, U-Bahnen und vielen mehr festhält und dokumentarisch verwertet. Bei der Straßenfotografie geht es um das alleinige Festhalten eines ungestellten Motivs, ähnlich einem Spiegel der Gesellschaft.

Geschichte der Straßenfotografie

Strassenfotografie Beispiel FotografieDie Straßenfotografie entwickelte sich zwischen 1890 und 1975, einem sehr langen Zeitraum, und schritt voran durch die kleinen tragbaren Fotokameras. Bekannte Street Fotografen die in dieser Zeit fotografiert hatten und sich ausschließlich oder zum großen Teil dieser Richtung der Fotografie widmeten waren z.B. Henri Cartier-Bresson, Alfred Eisenstaedt, Vivian Maier, Jeffrey „Jeff“ Wall, Michael Wolf und viele weitere. Besonders beliebt waren Mittelformat-Kameras, wie die bis heute bekannten und teuer gehandelten Rolleiflex (oder die etwas preiswertere Rolleichord), Kameras einer Firma aus Braunschweig die 1929 den Durchbruch Ihres bekanntesten Modells, einer Spiegelreflex-Kamera mit zwei Objektiven, schafften und leider aufgrund schwerer Managementfehler 2009 Insolvenz anmelden musste. Gerade diese und ähnliche Kameras gaben und geben bis heute den Strassenfotografien das typische Aussehen.

In Amerika ist die Straßenfotografie nach wie vor ein Thema, in Deutschland gibt es nur eine kleine Szene und eine Hand voll Fotografen, die sich darauf „spezialisiert“ haben oder mit dieser Fotografie-Richtung weiter experimentieren.

Merkmale der Straßenfotografie

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Selbstverständlich muss sich ein Fotograf nicht an die hier genannten Merkmale der Straßenfotografie halten, wir nennen hier nur die typischen Merkmale die uns bei allen Fotografen auffallen:

  • Meist quadratische Bilder
  • Schwarz-Weiß Fotografien
  • Mittelformat Aufnahmen auf klassischem Film
  • Kontrastreich / körniger Film
  • Blickwinkel oft aus Brust-/Bauchhöhe

 

Klassische Aufnahmetechnik beim Fotografieren von Straßenmotiven

Wenn wir hier von einer klassischen Aufnahmetechnik bei der Straßenfotografie reden, dann betrifft es hauptsächlich analoge Kameras.
Die meisten Fotografien der Mittelformat-Kameras entstanden mit einem 20mm Objektiv und einem relativ hohen ISO Wert von 400 oder sogar 800. Der Trick bei der Straßenfotografie um möglichst schnell passende Bilder aus Brust-, Bauchhöhe oder Hüfte machen zu können liegt darin, die Linse bereits vorab scharf zu stellen. Hier ergibt es sich, dass für die Straßenfotografie typische Aufnahmen, aufgrund des hohen ISO Wertes, einer festen Verschlusszeit und kleiner Blende eigentlich so gut wie immer scharf sind, ganz egal ob das eigentliche Motiv nun 10 Meter oder 15 Meter von Ihnen entfernt ist. Hier gilt ganz klar die Rgel bei fester Verschlusszeit: Je höher der ISO Wert, desto kleiner kann die Blende sein.
Traditionell setzten Fotografen bei der Straßenfotografie eigentlich für den Schärfewert auf „unendlich“ gestellte Objektive.

Wenn Sie keine Gelegenheit haben, an eine Rolleiflex oder ähnliche Kamera zu kommen, bieten auch moderne Spiegelreflex Kameras von Nikon oder Canon die Möglichkeit mit passenden Objektiven einen ähnlichen Effekt zu erzielen. Hier können Sie auf ein möglichst lichtempfindliches Objektiv mit 30 oder 35 mm setzen. Ein Objektiv mit Festbrennweite ist hier sicher passend.

Street Photography – Straßenfotografie Fotobücher

Ein besonders erwähnenswerter Straßenfotografie-Bildband ist Peter Lindbergh: On Street, welchen Sie einfach bei amazon.de bestellen können.

Bildreferenz:G8 Gipfel 2005 in Edinburgh

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