Langzeitbelichtungen – Teil 2 – Ausrüstung

Langzeitbelichtung Baum Natur

Langzeitbelichtung Baum NaturIm ersten Teil unserer Theorie-Einlage zu Langzeitbelichtungen sind wir bereits auf die grundsätzlich wichtigen Einstellungen eingegangen und haben erklärt, was die einzelnen Werte bedeuten. Mit diesem Beitrag wenden wir uns der passenden Ausrüstung für Langzeitbelichtungen zu. Da wir erst später auf spezielle Motive und Möglichkeiten eingehen, werden wir uns hier erst mal mit der Langzeitbelichtung bei Nacht auf dem Land oder in der Stadt beschäftigen.

Die Ausrüstung für Langzeitbelichtungen bei Digital-Spiegelreflex-Kameras

Objektiv

Nehmen Sie hier ein Objektiv Ihrer Wahl, je nach Bildausschnitt und Motivwahl, ganz passend nach Ihren Bedürfnissen. Bei Langzeitbelichtungen spielt die Lichtstärke eines Objektivs eine nicht so extreme Rolle, da Sie ja sowieso länger belichten wollen. Je nach Motiv kann ein Weitwinkel beeindruckendere Aufnahmen machen als ein 50 mm Objektiv und umgekehrt.

Kamera & Stativ

Schauen Sie bei Ihrer Kamera nach, ob Spiegel und Sensor sauber sind und prüfen Sie die Akkus bevor Sie auf Motivjagd gehen, damit Sie sich später nicht ärgern.

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Ich empfehle eigentlich bei Langzeitaufnahmen immer den Griff zu einem sauberen und guten Stativ. Ich selbst verwende in der Regel mein Manfrotto 190XPROB Stativ Pro zusammen mit dem Manfrotto MA 808RC4 3-Wege-Kopf und muss sagen, dass diese Ausrüstung absolut empfehlenswert für den Alltag und sogar für unterwegs ist. Klar schleppt man mit beiden (Stativ und Kopf) etwas, aber gerade verwackelungsfreie Aufnahmen bei Langzeitbelichtungen sind Gold wert.

Fernauslöser

Wer wirklich verwackelungsfreie Langzeitbelichtungen bekommen möchte, sollte einen Fernauslöser mit seiner Kamera verwenden. Wer auf einen Fernauslöser verzichten möchte kann auch zur besseren Langzeitbelichtung die Spiegelvorauslösung aktivieren, bevor er „abdrückt“ dies hilft auch schon ein bisschen, zumindest bei festen Ablagemöglichkeiten wie Mauern oder Ähnlichem.

Die Ausrüstung für Langzeitbelichtungen mit digitalen „Point and Shoot“ Kameras

Stativ

Auch hier empfehle ich den Griff zum Stativ. Selbst wenn die Belichtungsdauer bei diesen Kameras in der Regel zeitlich begrenzt ist, sollten Sie hier auf ein Stativ oder alternativ eine feste Unterlage nicht verzichten.

Allgemeines

Bei der Wahl des richtigen Stativs sollten Sie unbedingt darauf achten, dass das Stativ auch zu Ihrer schwersten Kamera und dem größten Objektiv passt. Ich habe diese Erfahrung mit meinem Vorgängerstativ leider machen müssen, welches ich auch mittlerweile verkauft habe. Früher besaß ich eine Nikon D80 mit einigen Objektiven und einem Stativ dazu. Dann folgte der Umstieg aufs Mittelformat mit einer Nikon D700, hier musste ich dann schon feststellen, dass mein Stativ zwar noch funktionierte, aber spätestens mit einem Batterieschuh, eine FX Objektiv, etc. wurde es dann unmöglich. Erstaunlich finde ich, dass eine ähnliche Kamera von Canon, die Canon EOS 450 so dermaßen leicht im Vergleich zu einer Nikon D700 ist, dass ich das Stativ dann einem Bekannten mit einer ebensolchen Canon verkaufen konnte. Wichtig ist bei der Stativwahl unbedingt einen potentiellen Stativkopf in die Trageleistung mit einzurechnen. Wenn ein Stativ 5 kg tragen kann, der Kopf selbst schon 2 kg wiegt, dann bleiben „nur“ noch 3 kg übrig für Kamerabody, Objektiv und Batterieschuh, eventuell noch Blitz…

Bildreferenz: „Monument Unseen

4 Comments

  • Hanno Hellwig sagt:

    Hallo,

    schön gestaltete, sehr ansprechende Webseite mit interessanten Infos.
    Verwundert bin ich nur, dass du bei „Ausrüstung für Langzeitbelichtungen“ die Nikon D700 mit der Canon 450D vergleichst. Das eine ist ja eine Vollformat-, das andere eine Crop-Kamera, von daher nicht sehr ähnlich. D.h. vergleichbar mit der 450D wäre aus meiner Sicht die D90 bzw. D5100.

    Grüße aus Nordhessen
    Hanno

    • Ben Moll sagt:

      Hallo Hanno,
      erst mal: entschuldige, dass ich mich so spät erst auf Deinen Beitrag melde, aber ich hatte in der letzten Zeit leider so viel um die Ohren, sodass ich nicht mal dazu gekommen bin, neue Artikel zu schreiben.
      Ja, mit Deinem Hinweis hast Du recht – ein Stück weit vergleiche ich hier Äpfel mit Birnen, leider hatte ich nichts vergleichbares zur Hand und musste daher zwei Kameras beurteilen, die ich auch kannte. Da ich die D80 lange Jahre benutzt hatte, wäre es wahrscheinlich besser gewesen, wenn ich diese mit der 450D verglichen hätte.
      Danke für Dein Feedback – freut mich, dass Dir die Seite gefällt!
      Beste Grüße, Ben

  • Flo sagt:

    Ich habe gerade angefangen Nightshots zu machen. Im Moment besitze ich noch keinen Fernauslöser, was sich immer malt wieder in leicht verwackelten Bildern niederschlägt.

    Was würdest du denn empfehlen?
    Normaler auslöser oder lieber gleich einen Timer um den Bulbmodus zu steuern?

    • Ben Moll sagt:

      Hallo Florian, bitte entschuldige die späte Antwort von mir.
      Die Frage ist, ob Du vor hast, auf lange Sicht gesehen Nightshots mit Deiner Kamera zu machen. Wenn Dir die 30 Sekunden über den kamerainternen Speicher zu wenig sind, empfiehlt sich selbstverständlich ein Fernauslöser. Hier gibt es auch schon relativ günstige Varianten mit denen man auch den „Bulb-Modus“ Steuern kann, günstiger sind aber einfache Kabelfernauslöser wie z.B. den Delamax Kabelfernauslöser den es bei amazon schon für ca. 20 Euro gibt.
      Der beste Fernauslöser (auch geeignet für timelaps Fotografie), den ich bisher testen konnte war von http://www.promotesystems.com/

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