Benjamin Regali – 10mmgalore

BMW Welt in München - fotografiert von Benjamin Regali

BMW Welt in München - fotografiert von Benjamin RegaliHeute freuen wir uns besonders, euch einen Münchner Fotografen, Benjamin Regali, vorstellen zu dürfen. Wir sind auf der Recherche nach Fotografen in München sehr schnell auf sein Fotoblog 10mmgalore gestoßen. Besonders gefallen haben uns neben seinen Street Photography Aufnahmen, die Architekturfotos, die er auf seinem Blog zeigt – hieran merkt man, dass Benjamin Regali sein Handwerk versteht. Wenn Ihr mehr Bilder von Ihm sehen wollt, dann legen wir Euch gerne die Links am Ende des Interviews ans Herz.

Ben, vielen Dank, dass Du Dir Zeit genommen hast, uns ein paar Fragen zu beantworten uind Fotos rauszusuchen. Wir freunen uns sehr, dass wir Dein Interview veröffentlichen dürfen!

Stelle dich bitte kurz vor:

Hallo, ich heisse Benjamin Regali, bin 29 Jahre alt und im Netz unterwegs als 10mmgalore. Ich lebe in München und arbeite dort als Screen Designer. Wenn ich nicht arbeite, bin ich unterwegs und fotografiere meistens. Außerdem bin ich ein großer Fan von gutgemachten amerikanischen Serien und lauter Musik.

Wie bist du zur Fotografie gekommen?

Gute Frage, ich glaub das war eher so eine schleichender Prozess, ich hab mich während meines Studiums für viele Dinge im Bereich Medien interessiert unter anderem auch für Fotografie. Irgendwann hab ich mir eine DSLR gekauft und habe versucht mich ernsthaft damit auseinanderzusetzen und die Dinge festzuhalten, die mich im Alltag so bewegen. Anfänglich haben mich vor allem extreme Weitwinkelshots interessiert, daher auch der Name des Blogs.

Was fasziniert Dich an der Fotografie besonders?

Schaufenster - Benjamin RegaliEs gibt mir die Möglichkeit, die Welt so festzuhalten wie ich sie sehe. Klischee Antwort, aber es stimmt trotzdem. Es gefällt mir einfach etwas besonderes in den alltäglichen Dingen zu finden und dann das Motiv so festzuhalten, wie ich es sehe. Außerdem gefällt es mir, das ich ganz alleine entscheide was wie gemacht wird. Volle Kontrolle sozusagen.

Mit welchem Equipment arbeitest du?

Nichts weltbewegendes: Ich fotografiere mit einer Canon 5D und einem lichtstarken 50mm von Zeiss. Für weitwinklige Aufnahmen benutze ich das Canon 17-40mm f4. Bearbeitet wird das Ganze an einem Macbook Pro in Photoshop.

Wann hast du deinen Blog gestartet und warum?

Ich hab mein Blog im September 2009 gestartet. Hauptsächlich weil ich meine Bilder nicht auf der Festplatte verschimmeln lassen wollte und auch eine Herausforderung gesucht hab, die mich dazu bringt öfter Fotos zu machen und sie auch wirklich fertig zu bearbeiten, um mich so weiterzuentwickeln.

Wie hast du dir dein Wissen angeeignet und was hat dich weitergebracht?

Ich bin Autodidakt und hab mir ehrlich gesagt alles selbst beigebracht. Wobei man das so auch nicht sagen kann, denn damit würde man den viele Fotografen im Internet unrecht tun, die ihr Wissen mit mir und der Welt teilen. Ich hatte jedenfalls keine Ausbildung im klassischen Sinne und auf Workshops war ich bis jetzt auch noch nie.

Street Photography - fotografiert von Benjamin RegaliWer oder was inspiriert Dich?

Vieles. Meine direkte Umgebung, die Stadt, Menschen, Gebäude, alles was mir so im Alltag begegnet. Ansonsten natürlich die zahlreichen, hervorragenden Fotografen auf flickr und diversen Blogs, die jeden Tag neue Meisterwerke ins Netz stellen.

Was sind deine Lieblingsmotive und warum?

Architektur, weil ich einfach außergewöhnliche Gebäude und ihre Ausstrahlung gerne fotografiere. Street Photography, weil man sich dort auf  die kleinen Details konzentrieren kann, die anderen entgehen. Außerdem mag ich abstrakte, minimalistische Formen, die in der urbanen Umgebung zu finden sind.

Oft ermöglicht die Fotografie einem Fotografen seiner Inspiration freien Lauf zu lassen. Was machst du, wenn du in einem Kreativitätsloch steckst?

Ist mir ehrlich gesagt noch nicht so oft passiert. Einfach mal eine Zeit nicht fotografieren, Ruhe bewahren, das legt sich dann nach einer Weile wieder.

Hast du Lieblingsfotografen und wenn ja, welche?

Ich orientiere mich nicht so sehr an Personen, eher an einzelnen Bildern oder Serien. Die Architekturbilder von Kim Høltermand (www.holtermand.dk) sind großartig und ich mag die Portraits von Benoit Paillé (www.flickr.com/photos/benoitpaille/), um mal zwei Fotografen aus der Gegenwart zu nennen.

Wie wichtig ist dir die nachträgliche Bildbearbeitung bei deiner Arbeit?

Pinakothek der Moderne in München - von Benjamin RegaliDie Nachbearbeitung ist für mich ein fester Bestandteil, um die Aussage weiter heraus zu arbeiten, gerade was die Farben anbelangt. Ich verstehe auch die Leute nicht so ganz, die meinen SOOC sei das einzig Wahre. Auch der gute Ansel Adams hat seine Bilder in der Dunkelkammer nachbearbeitet wie ein Irrer.

Welchen Tipp würdest du Einsteigern mit auf den Weg geben?

Finde heraus was du gerne fotografierst und konzentriere dich darauf. Bilder veröffentlichen in Communities wie Flickr ist auch ganz wichtig, schon alleine um den eigenen Fortschritt zu dokumentieren und sich von anderen inspirieren zu lassen. Kritik üben lernen, zu erkennen was einem an einem Bild gefällt und was nicht und das dann in Worte fassen zu können, ist ziemlich hilfreich.

Mehr von Benjamin Regali gibt es hier zu sehen:

Bildreferenzen: Alle Fotos wurden uns von Benjamin Regali zur Verfügung gestellt. Vielen Dank noch mal für Deine Zeit!