Landschaftsfotografie

Genre der Fotografie: Landschaftsfotografie

Bereits vor einiger Zeit haben wir hier über Angel Easton Adams berichtet (hier weiter zum Artikel), einen der ersten wirklichen Landschaftsfotografen, der sich diesem Genre der Naturfotografie gewidmet hat. Wir konnten einige seiner Bücher mit Landschaftsfotografien direkt aus den USA beziehen, alle Original-Ausgaben von 1954 und älter. Hierüber werden wir noch berichten, sobald wir das alte Material sichten konnten.

Definition und Geschichte der Landschaftsfotografie

Die Landschaftsfotografie gehört zum Genre der Naturfotografie und weißt Parallelen zur Fotografie von Stillleben und zur Architekturfotografie auf. Dabei ist es mittlerweile nicht ausschlaggebend, ob die Landschaft vom Menschen unberührt, oder bereits z.B. durch Landwirtschaft bebaut wurde. Früher legten Begründer wie Angel Easton Adams und Hermann Krone (bereist um 1870) sehr viel Wert auf die Abbildung und Fotografie einer unberührten Natur. Bereits zu dieser Zeit waren bei diesen Vertretern Umweltveränderungen und eine Dokumentation der Sinn der Landschaftsfotografie.
Heutzutage treten auch Themen wie die Auswirkung der Industrialisierung der Menschheit und die Auswirkung auf die Natur in der Landschaftsfotografie ebenso auf, wie Veränderungen durch Tourismus oder Ähnliches.

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Merkmale der Landschaftsfotografie

Klassische Merkmale der Landschaftsfotografie liegen in der besonderen Ansicht des Motivs. Viele Landschaftsfotografen nehmen Ihren Fotografien in den frühen Morgenstunden oder am frühen Abend auf, um die „Golden Hour“ und die so genannte „Blue Hour“ auszunutzen. So stellt das richtige Licht ein entscheidendes Element der Landschaftsfotografie dar. Der Vorteil bei diesen Lichtverhältnissen liegt in dem geringeren Kontrast und dem seitlichen Licht, welches die Landschaften viel eher mit einem Tiefeneindruck beleuchtet und durch die unscharfen Kontraste eine Erfassung kleinster Details ermöglicht.

Früher wurden oftmals sehr viele Filter von die Linse geschraubt, um bestimmte und bewusste Effekte in der Fotografie von Landschaften zu erzielen. Heute haben sich diese Filter fast erübrigt, da sie durch die Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung mittlerweile fast unnötig geworden sind.

Typische Ausrüstung bei der Landschaftsfotografie

  • Stativ und eine DSLR mit Mittel- oder Großformat Chip um alle Details der Szene aufzunehmen.
  • Weitwinkel-Objektive (meist zwischen 24 mm und 35 mm) um ein möglichst weites Sichtfeld erfassen zu können. Es gibt allerdings auch Landschaftsfotografen die den Einsatz von mittleren Teleobjektiven bevorzugen, um bestimmte Details einer Landschaft einzufangen.
  • Einsatz von Pol-Filtern um die Belichtung zu steuern bzw. Graufliter um auch bei Tag länger belichten zu können und den typischen verfließenden Wassereffekt zu erhalten. Wir sind bereits in unserem Beitrag „Langzeitbelichtungen am Tag“ auf den Einsatz von Graufiltern eingegangen. Immer beliebter wird auch die HDR Fotografie in der Landschaftsfotografie. Besonders hervorragende Polfilter bekommt man von dem Hersteller Hoya und die Graufilter ebenfalls vom selben Hersteller. Bitte informiert Euch unbedingt vor dem Kauf eines Graufilters in unserer Tabelle auf folgender Seite, nach der benötigten Dichte für Euren Einsatzzweck.

Bildreferenz: Mt. Cook Area, NZ by catklay

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