Farbwahrnehmung – Grundlagen

Farbspektrum Prisma Spiegelung auf CD

Wir starten hier eine kleine Grundlagensammlung zum Thema Farbe und Color Management bevor wir uns mit einigen ausführlichen Tutorials der Bildbearbeitung in Adobe Photoshop und Lightroom / Aperture widmen werden. Ich erinnere mich daran, dass dieses Thema auch in meiner Tätigkeit als Grafik Designer eine große Rolle gespielt hat und man auch als Fotograf zumindest die Grundlage verstanden haben sollte. Speziell wenn wir uns im Nachhinein mit dem Druck und der Entwicklung von Fotos und dem “Entwicklungslabor” Lightroom oder Aperture auseinandersetzen, sollte man doch ein wenig bescheid wissen.

grey Farbwahrnehmung   Grundlagen theorie foto technik Wie entsteht Farbe?

Zur Entstehung von Farbe braucht man immer 3 Bestandteile: Licht, ein Objekt welches von Licht beleuchtet wird und einen Betrachter, der das Objekt sehen kann. Reines weißes Licht gilt eigentlich als farblos, tatsächlich enthält es aber alle Farben des sichtbaren Spektrums, was man sehr leicht nachprüfen kann, indem man das Licht in einem Prisma brechen lässt. In der Praxis kann man das ganz leicht auch anhand einer CD prüfen.

grey Farbwahrnehmung   Grundlagen theorie foto technik Das menschliche Auge

Das menschliche Auge ist nicht dazu in der Lage, das komplette Farbsprektrum von ultravioletter Farbe bis zur Infrarot-Strahlung wahrzunehmen. Im ultravioletten Farbbereich ist das Licht extrem kurzwellig und wird, je mehr man Richtung Infrarotstrahlung geht, immer langwelliger, d.h. die Amplitude des Lichts erhält einen größeren Schwingungsabstand. Eine Darstellung der Wellenlänge könnt Ihr hier neben dem Post aufrufen.
Das menschliche Auge besitzt auf der Netzhaut sogenannte Stäbchen und Zäpfchen. An dieser Stelle werde ich nicht groß auf den schärfsten Punkt unseres Gesichtsfeldes, die Foviea eingehen oder auf den Blinden Fleck, die Stelle an welcher der Sehnerv sitzt. Die Stäbchen sind dabei für das Helligkeitsempfinden verantwortlich, Zäpfchen gibt es in drei unterschiedlichen Ausführungen, welche jeweils eine der drei Grundfarben, Rot (L-Zapfen für langwelliges Licht), Grün (M-Zapfen für Medium, mittelwelliges Licht) und Blau (S-Zapfen steht für Short, kurzwelliges Licht) wahrnehmen können. Fotokameras und deren eingebaute CCD-Chips sind vom Aufbau her dem menschlichen Auge nachempfunden. Die Zapfen im Auge eines Menschen sind dabei vielseitiger, denn sie nehmen nicht ausschließlich eine Farbe wahr, sondern immer ein paar Wellenlängen mehr, sodass Farbübergänge für das Auge leichter erfassbar werden.

Additive und Subtraktive Farbmischung

grey Farbwahrnehmung   Grundlagen theorie foto technik Nahezu alle für uns sichtbaren Farben können mit diesen drei Grundfarben gebildet werden. In der Farbwahrnehmung gibt es sogenannte stoffliche und nicht-stoffliche Farben. Nicht stoffliche Farben werden mit dem uns bekannten RGB-Farbmodell gebildet (additive Farbmischung), stoffliche Farben werden mit dem cmyk-Farbmodell mittels subtraktiver Farbmischung gebildet. Nahezu alle visuellen Ausgabegeräte (Monitor, Fernseher, Beamer, etc.) und Eingabegeräte (wie z.B. Scanner und Digitale Spiegelreflexkameras) arbeiten nach dem Modell der additiven Farbmischung und damit mit den Farben RGB – für Rot, Grün und Blau. Bei der additiven Farbmischung ergeben die sich überlagernden Farben je nach Helligkeit und Intensität die “Farbe” oder besser den Farbeindruck Weiß. Ist kein Licht vorhanden, ist es dunkel und damit Schwarz.
grey Farbwahrnehmung   Grundlagen theorie foto technik Wenn man Fotos ausdruckt oder drucken lässt, wird dieses in der Regel im cmyk Modus gemacht und basiert somit auf dem Prinzip der subtraktiven Farbmischung. Die subtraktive Farbmischung funktioniert entgegengesestzt zur additiven Farbmischung. Je mehr Farben sich hier überlagern, desto dunkler wird der gesamte Farbeindruck. Im Offset-Druck und anderen Druckverfahren verwendet man die Farben cmyk (Cyan, Magenta, Yellow = Gelb und Key = Schwarz). Hier wird oft Schwarz eingesetzt, um genügend Tiefe zu erreichen, da eine reine Kombination aus Cyan, Magenta und Gelb einen eher warmen Schwarzton ergibt.

Oft ist man als Fotograf damit konfrontiert, Fotografien, die im RGB Farbmodus aufgenommen wurden, in cmyk umwandeln zu müssen, da die Fotos gedruckt werden sollen. Hierzu sollte man aber wissen, dass die Druckverfahren je nach Einsatzbereich unterschiedlich sind. In weiteren Teilen zur Farbwahrnehmung setzen wir uns mit der Druckvorbereitung von Fotos auseinander, gehen auf unterschiedliche Farbräume und weitere Wahrnehmungsunterschiede des menschlichen Auges ein.

Bildreferenz: CD Prisma, Wellenlänge, Additive- und Subtraktive-Farbmischung unter Copyright von bwave.de

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Mein Hobby und meine Leidenschaft ist die Fotografie - von Beruf bin ich mit meiner eigenen Firma im Bereich Online Marketing und Social Media Marketing tätig und betreibe als Entrepreneur mehrere Blogs und Webseiten im Internet. Weitere Informationen über mich findet Ihr hier auf Google+, Pinterest, Facebook, 500px und flickr. Finden Sie uns auf Google+

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