Lightroom 3 Praxis – Fotoworkflow mit Adobe Photoshop Lightroom 3

Cover von "Lightroom 3 Praxis" dpunkt.Verlag - Mark Altmann

Cover von "Lightroom 3 Praxis" dpunkt.Verlag - Mark Altmanndpunkt verlag
Marc Altmann
Lightroom 3 Praxis – Fotoworkflow mit Adobe Photoshop Lightroom 3
ISBN 978-3898646413
Umfang: 388 Seiten, gebunden mit Lesezeichen

 

Unsere Wertung

5 von 5 Sternen Volle 5 von 5 Sternen

Zum Inhalt von „Lightroom 3 Praxis“ von Marc Altmann

Wer sich von Euch schon mal damit beschäftigt hat, Kamera RAW-Dateien zu bearbeiten, wird früher oder später über reine RAW-Bearbeitungssoftware gestolpert sein und damit auch über den derzeitigen Marktführer Adobe Photoshop Lightroom 3. Der dpunkt Verlag, von dem wir bereits in der Vergangenheit zwei Bücher (Das Nikonians Handbuch zur D700, Photoshop CS5 and Lightroom 3) vorgestellt haben, hat auch mit dem Buch „Lightroom 3 Praxis“ von Marc Altmann, ein perfekt einführendes- und weiterführendes Buch auf den Markt gebracht, das man uneingeschränkt jedem empfehlen kann, der mit Adobe Lightroom 3 professionell arbeiten will.

Nach einer ausführlichen und auch für Einsteiger sehr verständlichen Einführung in den Programmaufbau und die Grundfunktionalitäten, kommt der Autor Marc Altmann eigentlich sehr schnell auf das Wesentliche zu sprechen. Hier muss ich gleich das Erste Positive zu dem Buch loswerden: Die Einführung ist detailliert, verständlich und auch kurz und knapp, was mich sehr gefreut hat, denn in vielen Fachliteratur-Büchern ist es leider so, dass die Programmeinführung 50 Seiten oder mehr einnimmt und dann für die interessanten Themen selten genügend Zeit bleibt. Dies ist bei „Lightroom 3 Praxis“ nicht so, was mich sehr gefreut hat.

Auszug aus "Lightroom 3 Praxis von Marc AltmannGleich als Erstes beschäftigt sich das Buch mit einem sehr wichtigen Thema von Adobe Lightroom 3: der Datei- und Fotoverwaltung. Wer kennt das Problem als passionierter Hobby-Fotograf nicht? Man macht regelmäßig Fotos, speichert diese auf der Festplatte ab und kommt manchmal erst Tage, in einzelnen Fällen aber auch erst Wochen später dazu, die Bilder genauer unter die Lupe zu nehmen. Egal ob auf dem Mac oder dem PC, mir ist noch kein besseres Programm für die Verwaltung von unzähligen Bildern untergekommen wie Adobe Lightroom.
Im ersten Kapitel werden auch Grundlagen der Datenverarbeitung angesprochen, Tipps zur Anlage von richtigen Meta-Daten, Vorteile und Nachteile des RAW-Formats sowie einfache Bildbearbeitungsmethoden. Das Buch zeichnet hier schon einen komplett funktionierenden Workflow mit dem Programm auf, was ich für sehr wichtig erachte, da es gerade hier viele Ansätze zur Zeitersparnis für Fotografen gibt. Hier merkt man ganz deutlich, dass Mark Altmann ebenfalls schon länger mit dem Programm arbeitet.

Es folgt ein kürzeres Kapitel über das Bibliothek Modul und wie man damit einen genaueren Überblick über die eigene Bildbibliothek behalten kann. Hier werden Ansichten erklärt, ebenso wie man sich seinen eigenen Arbeitsbereich konfigurieren kann. Gerade für Einsteiger oder gelegentliche Nutzer von Adobe Lightroom 3 ist dies ein durchaus interessantes Kapitel, wenn man sich an die Oberfläche gewöhnen will oder selbst zusammenstellen möchte.

Die folgenden Kapitel beschäftigen sich mit Import-Funkionen für Bilder, dem Zuweisen von Meta-Daten, Tipps zur Namens-Vergabe von Bildern, Ordnerstrukturen und automatischen Konvertierungen. Hier merkt man, dass der Autor Mark Altmann tief in die Praxis-Kiste gegriffen hat und selbst für erfahrene Programmnutzer viele Tipps und Tricks bereit hält. Ich selbst habe in meiner langjährigen Erfahrung als Bildbearbeiter und Hobby-Fotograf und während meiner Tätigkeit als Art Direktor in Agenturen feststellen müssen, wie vielen professionellen Agenturen es an einem vernünftigen Workflow-Management hapert. Oftmals hat jeder Mitarbeiter sein eigenes Dateiablagesystem, am Besten noch lokal auf dem eigenen Rechner, was wiederum bedeutet: Mitarbeiter in Urlaub, nichts geht mehr ohne riesigen Zeitaufwand.
Ihr fragt Euch vielleicht, warum und ob dies auch für Euren eigenen Workflow mit nur einem Rechner interessant ist. Ich kann auch diese Frage, genau so wie in dem Buch, nur mit „ja“ beantworten, da Ihr Euch viel Zeit erspart. Lightroom 3 besitzt so viele Erleichterungen für den Alltag, wie Bildkatalogen, Export und Import von unterschiedlichsten Dateiformaten, etc., die man eigentlich nicht ungenutzt brachliegen lassen sollte. Das Buch des dpunkt Verlages hilft hier Einsteigern und Fortgeschrittenen eindeutig weiter.

Neben der Behandlung weiterer Themen wie z.B. der Vergabe von Meta-Daten, der Organisation von Bildern, kommt das Buch auch ca. ab der Hälfte auf Bildbearbeitungstechniken zu sprechen und erklärt hier auch einfach aber detailliert, wie man am besten vorgehen sollte. Die Einsteiger in Adobe Lighroom 3 werden von Marc Altmann so gut an das Thema herangeführt, sodass die ersten schönen Bildbearbeitungen eigentlich kein Problem darstellen sollten.
Man lernt so viel über Grundfunktionen des Programms, ebenso wie erweiterte Funktionen, welche einem eher selten ins Auge springen und wo ich auch heute noch oft zu kören bekomme: „Was, das kann Lightroom auch?“. Fortgeschrittene Entwicklungseinstellungen, wie der Weißabgleich, die Tonwertkorrektur und Werkzeuge wie z.B. das Freistell-Werkzeug werden sehr gut und wie immer kurz, bündig und mit vielen Bildern bestückt.

Fazit

Das Buch von Mark Altmann aus dem dpunkt Verlag ist derzeit das beste Buch das ich derzeit kenne, welches sich mit Adobe Lightroom 3 beschäftigt. Ich kann das Buch jedem nahelegen, der entweder gerade mit dem Programm zu arbeiten beginnt, oder auch schon einige Zeit damit arbeitet. Inhaltlich ist das Buch sehr gut aufbereitet und in den 15 Kapiteln, erfährt man viel über alle Programmfunktionen, Tipps und Tricks zur Bildbearbeitung und zum perfekten Workflow für Fotografen. So ist das Buch eine absolute Empfehlung für den Fachbücher-Schrank – und ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen von Lightroom-3-Praxis: Fotoworkflow mit Adobe Photoshop Lightroom 3!
Das Einzige, was mir aufgefallen ist, ist dass manche Screeshots auf dem PC, manche aber auf dem Mac gemacht wurden, was mich etwas wundert. Da Shortcuts aber auf beiden Systemen aus eigener Erfahrung die gleichen sind, tut dies nichts zur Sache. Eventuell wird dies ja in einer Folgeausgabe berichtigt.

Kommentar verfassen