Glas fotografieren – Tutorial

Tutorial zum Glas fotografieren

Wie fotografiert man Glas - TutorialWie fotografiert man Glasgegenstände?

Es reizte mich schon lange mal, einen Test im Fotografieren von Glas zu machen. Bislang habe ich mich einfach noch nicht an das Thema herangetraut, warum weiß ich eigentlich auch nicht. Ein Problem bei durchsichtigen Objekten wie Glas oder Ähnlichem ist es, den notwendigen Kontrast zwischen dem Hintergrund und dem durchsichtigen Objekt herzustellen. Besonders wichtig hierbei ist weiches Licht, sodass keine Spitzlichtern entstehen. Dies kann man z.B. bei Produktfotografien von Glasherstellern, wie z.B. hier vom Zwiesel Kristallglas-Shop nachvollziehen > Link zum Beispiel-Foto.

Selbstverständlich habe ich nicht die Ausrüstung eines professionellen Fotostudios zu Hause, sodass ich nur bedingt die selben Effekte erzielen kann. Wichtig ist es jedoch in meinen Augen, sich eine Softbox entweder anzuschaffen oder selbst zu bauen, damit man Licht aus den vorhandenen Lichtquellen möglichst gut streuen kann. Deshalb gab es hier auf der Seite erst kürzlich ein Tutorial zum DIY Bau einer Softbox.
Um beim Glas einen möglichst guten Effekt zu erzeugen ist es wichtig eine Softbox so groß wie möglich zu wählen, damit eine Spiegelung der Softbox möglichst komplett und weich auslaufen kann. In dem Bild oben links könnt Ihr sehen, dass ich links vom Glas eine normale Tageslichtlampe platziert habe, damit Ihr den Unterschied zwischen Licht von der Softbox und Licht von einer normalen Lichtquelle direkt vergleichen könnt.

Worauf Ihr achten solltet

Prüft die Schärfeebene des Objektivs. Liegt diese richtig, ist das komplette Glas scharf abgebildet. Achtet beim Fotografieren eines Glases auf die Kanten, damit der Umriss dessen genau gezeichnet wird. Hier müsst Ihr bei einem dunklen Hintergrund mit Licht, bei einem hellen Hintergrund mit Schatten arbeiten. Setzt bei Fotografieren von Glas keinen Blitz ein, sondern verwendet lieber eine Softbox oder Ähnliches. Wenn Ihr die Möglichkeit habt, fotografiert zusätzlich der beiden seitlichen Lichtquellen vor einer Lichtwand im Hintergrund. Im Bild oben habe ich das Glas vor einer Hohlkehle aus weißem Fotokarton fotografiert. Das Ergebnis wäre hier deutlich besser geworden mit einer Lichtwand.
Ihr könnt außerdem mit Spiegeln arbeiten um die Lichteffekte auf das Glas zu bringen.

Fazit

Wer Glas fotografieren möchte, braucht nicht viel außer viel Geduld beim Ausprobieren und mindestens zwei vernünftige Lichtquellen. Denn je öfter Ihr so etwas ausprobiert, desto schneller werdet Ihr beim Setup von ähnlichen Gegenständen oder Beleuchtungssituationen und desto mehr habt Ihr die Lichtführung im Griff.
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Fotografieren – perfekt zum Ausprobieren am nächsten Regentag geeignet.