Trends in der Hochzeitsfotografie für 2011 aus den USA

Trends in der Hochzeitsfotografie 2011 aus den USA

Trends in der Hochzeitsfotografie 2011 aus den USAAuch wenn es um die Fotografie geht, kommen viele aktuelle Trends in der Hochzeitsfotografie aus den USA. Nach wie vor sitzen hier viele Vorreiter, in Deutschland schlagen diese Trends oft erst später auf. Nach einer langen Recherche kann ich Euch ein paar der aktuellen Trends aus den USA auflisten und Euch erklären, was in Punkto Hochzeitsfotografie im Jahr 2011 so aktuell sein wird, nachdem die Rezession langsam aber sicher wieder vorbei ist.

Einige Fotografen aus den USA berichten, dass das Budget von den Brautpaaren für Hochzeitsfotografie eher mehr geworden ist, wohingegen oft an den Feiern nach wie vor etwas gespart wird. Gerade den Bräuten ist es scheinbar sehr wichtig, dass der ganze Tag mit einer Foto-Story aufgeteichnet wird, wobei die Bilder immer mehr einen Mischung aus Lifestyle und Editorial darstellen und der Trend hier ganz klar von den gestellten Bildern eher weg geht.
Auch hierzulande findet man immer mehr Fotografen, die den ganzen Tag begleitend diese Fotostories fotografieren.
Der Trend in der Bildgestaltung geht weg von Texturen, hin zu mehr Licht, klareren und natürlicheren Farben, weg von Überlagerungen und extremen Bearbeitungen wie High-Key-Aufnahmen. Auch Schwarz Weiß Fotografie spielt bei der Hochzeitsfotografie nach wie vor eine große Rolle.
Es zeichnet sich ab, dass man als Fotograf immer schneller in der Bearbeitung der Bilder sein sollte. Außerdem geht der Trend eher zum Kauf von High-Res Bilddaten und weg von den Drucken direkt vom Fotografen.

Hier nun einige Tipps für Fotografen und Paare, die Ihren besonderen Tag planen und Ideen für das eigene Hochzeitsfoto suchen:

1. Verlobungsfotos

Dieser Trend aus den USA kommt nach und nach auch nach Deutschland. Verlobungsfotos, sogenannte Engagement-Fotos sind nichts Neues. In diesem Jahr werden mehr Paare einen Weg suchen, das besondere Verlobungsfoto an einem besonderen Ort machen zu lassen. Besonders beliebt derzeit sind Fotos am Strand, in den Bergen oder sogar an einer Touristen-Attraktion. Gerade diese ungewöhnlichen Umgebungen machen diese Fotos zu etwas Besonderem.

2. Fotografie vor der Hochzeit

Es entwickelt sich immer mehr zu einem Trend, nicht nur die Hochzeitsfeier selbst, sondern auch an den Tagen davor ein kurzes „Shooting“ mit dem Fotografen zu vereinbaren. Ich selbst kann Brautpaaren nur empfehlen, den Fotografen vor der Hochzeit persönlich kennen zu lernen. Aber auch für Fotografen kann dies von Vorteil sein, da man hier das Brautpaar besser kennenlernen kann und eventuell noch einige Details zum Ablauf der Hochzeitsfeier, der Zeremonie in der Kirche und zu sonstigen geplanten Aktivitäten besprechen kann.
Bei dieser Gelegenheit entstehen oft schöne Fotos im Kreise von Freunden und Familie, in dem noch alles etwas lockerer zu geht und das Brautpaar selbst etwas gelöster ist.

3. Boudoir Fotos – Fotos von den Vorbereitungen der Braut

Hochzeitsfotografie - Hochzeitsvorbereitungen der FrauMittlerweile wollen viele Frauen in den USA Ihren Männern ein besonderes Geschenk zum Hochzeitstag machen und lassen sich von dem Fotografen direkt bei den Vorbereitungen, beim Anziehen des Hochzeitskleides in Unterwäsche in mehr oder weniger gewagten Posen fotografieren. Dieser Trend kommt mittlerweile auch nach Deutschland und wird von einigen guten Hochzeitsfotografen angeboten bzw. fotografiert. Die Idee dahinter ist einfach, dem Mann nach der Hochzeit ein Fotoalbum oder noch beliebter ein Fotobuch zu schenken. Selbst wenn Fotobücher für Fotografen viel Arbeit darstellen und für ein Brautpaar in der Regel sehr teuer sind, so lohnt es sich doch, ein Fotobuch machen zu lassen. Es ist eine schöne Erinnerung an einen wundervollen Tag im Leben als Paar.
Als Fotograf sollte man sich dessen bewusst sein, dass man hier einen sehr intimen Moment in den Vorbeireitungen fotografieren soll. Daher ist hier genaue Absprache, Diskretion und Einfühlungsvermögen von Seiten des Fotografen etwas sehr Wichtiges.

4. Fotokabinen auf Hochzeiten für Gäste

Ein besonderer Trend aus den USA sind die immer populärer werdenden Fotokabinen, die auf Hochzeiten aufgestellt werden und in denen sich Gäste selbst fotografieren können. Ich habe dies in letzter Zeit auch bei einigen deutschen Fotografen in der Anwendung gesehen, gehe aber davon aus, dass dieser Trend in der Hochzeitsfotografie noch mehr „einschlägt“.
Diese Fotokabinen werden auf der Hochzeitsfeier irgendwo aufgestellt, die je nach Ausstattung des Fotografen mehr oder weniger groß ausfallen. Ziel ist es, den Hochzeitsgästen einen „Raum“ zu geben, in dem sie sich ganz einfach und ohne viel Aufwand selbst fotografieren können. Dabei enstehen sehr witzige und interessante Bilder, da sich niemand beobachtet fühlen muß, da die Fotografen eine Kamera fest installieren, die jeder selbst mittels Selbstauslöser betätigen kann. In der Regel sollten diese Fotokabinen mit einer weißen Wand ausgestattet sein und ausreichend ausgeleuchtet sein. Nicht unüblich ist es, hier Schwarz Weiß Fotos aufzunehmen. Fotografen sollten aber darauf achten, dass ein Assistent für den Betrieb der Fotokabine zuständig ist, falls es mal Probleme mit der Technik geben sollte.

5. Fotobücher als Geschenk an die Eltern

Eltern und Schwiegereltern freuen sich über Fotobücher von der Hochzeit der eigenen Kinder. Paare in den USA verschenken zunehmend kleine Fotobücher mit den besten Fotos des Hochzeitsfotografen und nutzen dabei oft Komplettangebote des Fotografen. Fragen Sie am besten Ihren Fotografen, ob er Ihnen auch ein Fotobuch erstellen kann, so gehen Sie sicher, dass die Hochzeitsfotos im Buch alle bearbeitet wurden.
In Amerika ist es derzeit üblich, diese Bücher zu verschenken, gerade wenn Eltern eh schon alles haben oder nichts weiter brauchen.
Fotobücher vom Fotografen sind zwar in der Regel nicht besonders günstig, allerdings auch Ihr Geld wert, denn die Qualität des Drucks und der Verarbeitung geht oft weit über das hinaus, was von klassischen Fotobuch-Anbietern produziert wird.

Hoffentlich habt Ihr ein paar Anregungen für Euer nächstes Hochzeitsshooting gewonnen und hoffentlich haben auch Sie als Brautpaar einige interessante Trends für sich in der Hochzeitsfotografie ausmachen können und ein paar Tipps für Ihren besonderen Tag gefunden.

Bildreferenzen: woman girl decoration, stone rose women, flower bloom rose,

Als Fotograf erhält man eigentlich immer die besten Bilder, wenn man sich so weit wie möglich im Hintergrund aufhält und von dort aus Fotos von der Feier macht.

5 Comments

  • Klimmpics sagt:

    Hallo Ben,

    Danke für den interessanten Artikel und deinen Recherchen. Hochzeiten im Reportagestil zu fotografieren verbreitet sich ja immer mehr. Deine ersten beiden Punkte kannte ich jedoch noch nicht. Und der Tipp mit der Fotokabine ist Klasse.

    Schöne Grüße

    Klimmpics

    • Ben Moll sagt:

      Hallo Thomas,

      vielen Dank für Deinen Kommentar bei uns. Ich persönlich fand diese Fotokabinen, die allerdings meist sehr teuer anzumieten sind, eine schöne Idee für Hochzeiten.
      Gerade als Brautpaar finde ich die Investition in einen guten Hochzeitsfotografen absolut empfehlenswert und man kann ruhig an einer anderen Stelle lieber etwas sparen. Die Bilder bleiben einem, genau so wie die Erinnerung einfach ein Leben lang erhalten.

      Ich muss mir Deine Webseite noch mal genauer ansehen. Vielen Dank für den Link. Würde mich selbstverständlich freuen, wenn Du uns auf facebook folgst und wie vielleicht weiterhin im Kontakt bleiben.

      Beste Grüße,

      Ben

  • Ben sagt:

    Hallo Ben. Interessanter Bericht zur Hochzeitsfotografie in den USA, sicherlich Trends die über kurz oder lang auch nach Germany kommen :-) Ich finde v.a. Fotobücher super um schöne Tage wie Hochzeiten festzuhalten, nimmt man meiner Meinung nach auch häufiger zur Hand als klassische Fotoalben. Ich denke auch, dass die Qualität des Fotobuchs vom Können des Fotografen (Blick, Erfahrung etc.) abhängt, aber sind solche Fotografen-Fotobücher nicht sehr teuer? Ich könnte mir vorstellen, dass für viele Paare das Hochzeitsbudget doch limitiert ist. Aber wenn die Qualität im Vorderdrund steht und man nicht so viele Personen mit einem Fotobuch beglückt schon eine Überlegung wert.

    • Ben Moll sagt:

      Hallo Ben, vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar.
      Du hast sicher recht, dass Fotobücher vom Fotografen teuer sind. Ich habe damals vor meiner Hochzeit auch Angebote von anderen Fotografen eingeholt und war wirklich überrascht, um nicht zu sagen entsetzt über die Preise. Ich will jetzt hier nicht gezielt von bestimmten Fotografen sprechen, aber teilweise wurden wir damals mit Angeboten überhäuft, die alle zwischen 800 und 1.200 Euro gelegen haben. Hierbei spreche ich aber von einem Fotobuch in Formaten zwischen DIN A4 und A3, teilweise „handgebunden“ mit Lederumschlag und, und, und. Erschreckend war, dass bis auf wenige Ausnahmen, alle Fotografen teilweise mit Templates gearbeitet haben und dann im Stil von anno dazumal Ihre Fotos präsentiert haben. (Beispiel: Schwarz-Weiß Foto in dem noch der Blumenstrauß farbig gewesen ist – hier würde ich gerne allen Paaren davon abraten, einen solchen Fotografen zu engagieren, denn dieses Bildbearbeitung ist so was von ausgelutscht… aber jeder wie er es mag.). Mir ist klar, dass da auch noch ein wenig Bildbearbeitung dahintersteckt, die auch bezahlt sein will, aber solche Preise für ein Fotobuch – selbst wenn es der Tag im Leben der meisten Paare ist?!
      Da ich auf meiner eigenen Hochzeit gerade den Fotografen-Job aus der Hand geben wollte, blieb mir nichts anderes übrig, als zumindest die Fotos von einem befreundeten Fotografen machen zu lassen. Um das Fotobuch habe ich mich anschließend selbst gekümmert und bin inkl. meiner Bildbearbeitung wesentlich günstiger rausgekommen.
      Ganz ehrlich würde ich Brautpaaren, die bei mir ein Hochzeitsshooting anfragen, zumindest noch Alternativen anbieten. Flexibilität ist etwas, das die Fotografen in dieser Richtung schon noch mitbringen sollten. Ich würde auch den Paaren ganz eindeutig die Druckleistung fast 1:1 weiterberechnen und meine Arbeit bei der Bildbearbeitung bezahlen lassen. Wichtig ist hier nur die Wahl eines richtigen Partners, der zeitnah gute Druckergebnisse liefert. Manche Dienstleister liefern mittelmäßige Qualität zu günstigen Preisen ab (was absolut seine Berechtigung hat).
      Da ich aber einen Buchbinder an der Hand habe, der dazu in der Lage ist, Bücher selbst zu binden, wäre dies meine erste Wahl. Die Drucke würde ich je nach Kundenwunsch auf hochwertige Papiere drucken (Fine Art Print) und anschließend binden lassen.
      Fotobücher sind immer eine schöne Erinnerung, die man auch gerne mal vorzeigt und sich selbst immer wieder ansieht.

  • Waldemar sagt:

    Hallo Ben,

    ich danke dir für den schönen Artikel und Recherche der Hochzeitsfotografie, es hat mir gezeigt was man alles machen kann und auf es ankommt und was auch in den USA gemacht wird, da ich selber noch keine Erfahrung habe, finde ich den Artikel sehr schön. und es hat mir auch neue Wege gezeigt.

    Lg

Kommentar verfassen