Time Lapse Movie mit der Nikon D700

Time Laps Filme mit der Nikon D700 realisieren

Heute will ich auf einen Trend in der „Fotografie“ eingehen, der derzeit wieder an Popularität gewinnt: Time Lapse Movies bzw.

Was ist ein Time Lapse Movie?

„Time lapse“ lässt sich eigentlich am Treffendsten übersetzen mit Zeitraffer. Die Möglichkeit die uns die digitale Fotografie uns mittlerweile bietet, ist es, Unmengen an Bildmaterial auf ein Speichermedium zu bringen, was ich mir bei meinem ersten Time Lapse Movie zu Nutze gemacht habe.
Zeitraffer Filme lassen sich am Einfachsten durch Intervall-Aufnahmen realisieren. Die meisten digitalen Kameras erlauben es mittlerweile ohne weiteres Zubehör, Serienaufnahmen zu machen, die über mehrere Stunden Fotos aufzeichnen.
Besitzt Eure Kamera keine Möglichkeit Intervallaufnahmen zu machen, habt Ihr immer noch die Möglichkeit mit einem externen Auslöser mit integrierter Intervalleinstellung, wie z.B. den Hähnel Giga T Pro Funk-Fernauslöser für Nikon oder dem Hähnel Giga T Pro Funk-Fernauslöser für Canon D-SLR Eure Aufnahmen zu programmieren und einzustellen. Meiner Ansicht nach ist Hähnel einer der besten und innovativsten Marktführer wenn es um Fernauslöser geht. Alternativ und ebenso im professionellen Bereich angesiedelt sind die Funkfernauslöser von Phottix, die ich derzeit für das entfesselte Blitzen verwende. Trotz der möglichen Spiegelvorauslösung und der bereits in der Nikon D700 integrierten Intervallauslösungsfunktion verwende ich immer noch einen Fernauslöser, gerade wenn es um Langzeitbelichtungen geht, da ich so wenig Vibrationen wie möglich bei der Kamera verursachen will.

Anschließend werden die Bilder in einem Videobearbeitungsprogramm hintereinandergefügt und schnell abgespielt. In einem ersten Test habe ich 200 Aufnahmen mit einem Abstand von einer 30 Sekunden gemacht. Weiter unten seht Ihr das Ergebnis meines zweiten Versuches eines Time Lapse Movies mit der Nikon D700, auf Blendenautomatik gestellt, Intervall alle 30 Sekunden ein Foto, 500 Fotos, d.h. über einen Zeitraum von 250 Minuten was 4 Stunden und 10 Minuten bedeutet.

Wie stellt man die Nikon D700 für die Intervallaufnahme richtig ein?

Wichtig ist es, dass Ihr so viele Einstellungen wie möglich auf manuell stellt. Hierzu zählen der Weißabgleich, ISO und die Blende. Ebenso würde ich persönlich empfehlen das Dynamic Lightening der Kamera zu deaktivieren, da es auch hier zu Farbverschiebungen kommen kann.
Als Dateiformat für die einzelnen Fotos kann man hier ruhig das JPEG-Format wählen, denn die Qualität muss nicht die beste sein, um anschließend einen passablen Time Lapse Movie daraus zu machen.

In dem ersten Film ist mir ein Fehler unterlaufen, denn ich hatte den falschen Kameramodus, nämlich die Blendenautomatik, ausgewählt und es hat sich anstelle der Belichtungszeit die Blende über den Zeitraum reduziert, was zur Folge hatte, dass nach und nach mehr Unschärfe in das Bild gekommen ist. Ich habe diesen Versuch dann nach etwa 200 Aufnahmen abgebrochen, da ich schließlich noch einen richtigen Zeitraffer-Film machen wollte.

In der zweiten Intervallaufnahme habe ich dies berichtigt und immer mit gleichbleibender Blende, allerdings mit länger werdender Belichtungszeit fotografiert, also im Belichtungsautomatik-Modus A. Diese Einstellung solltet Ihr auch wählen um die jeweilige Stimmung der Szene einwandfrei einzufangen. Hier wurden 500 Fotos aufgenommen, JPEG Qualität Normal (was für meinen Zweck mehr als ausreichend gewesen ist).

Bei mir hat der Kamera-Akku im Batterieschuh der Nikon D700 für 200 Aufnahmen leicht ausgereicht. Ich hatte zudem bereits mit dem vollgeladenen Akku einen Tag zuvor etwa 200 Aufnahmen gemacht. Der Akku war nach meinem ersten Aufnahmeversuch nicht mal halb leer, was ich sehr erstaunlich finde, denn ca. 400 Bilder mit nicht mal einer halben Akku-Leistung ist schon beachtlich, aber hier ist bekanntermaßen Nikon eh Spitzenreiter.
Nach beiden Intervallaufnahmen und den ca. 200 Fotos davor (insgesamt ca. 900 Aufnahmen) war der Akku im Batterieschuh zwar leer, allerdings war der Kamera-Akku nach wie vor auf der Anzeige komplett voll. Auf eine 8GB Speicherkarte hätte ich so also leicht 1.500 JPEG Fotos gebracht und die beiden Nikon Akkus wären immer noch nicht komplett leer gewesen.

Verarbeitung der einzelnen Fotos zu einem Time Lapse (Zeitraffer) Film

Wenn es darum geht, die einzelnen Fotos aus der Intervall-Aufnahme zu einem fertige Time Lapse Movie zu verarbeiten, gibt es mehrere Möglichkeiten, die ich Euch nicht alle an dieser Stelle vorstellen kann.
Eine der einfachsten Möglichkeiten auf dem Mac ist mit Sicherheit, alle Fotos in iPhoto zu importieren und anschließend daraus einen Film zu exportieren. Egal mit welchem Filmprogramm Ihr das macht, solltet Ihr in etwa pro Bild 0.025 Sekunden an Zeit einplanen, denn dies entspricht den normalen 24 Bildern pro Sekunde, in denen das Auge nicht mehr einwandfrei einzelne Fotos erkennen kann. Wenn Ihr die Fotos in noch kürzerem Abstand als 30 Sekunden gemacht habt, könnt Ihr überlegen, ob Ihr die Bildrate nicht auf 30 Frames pro Sekunde ändert.

iPhoto scheint allerdings aus der Erfahrung die ich bisher machen konnte, die einzelnen Fotografien nicht mit den genauen Zeitwerten aneinanderzureihen und abzuspeichern. Der Originale Export war immer noch zu langsam, sodass ich anschließend noch mal mit Adobe Premiere Pro die Geschwindigkeit des Time Lapse Movies deutlich erhöht habe. Warum iPhoto sowohl in der 2010 als auch in der Version von 2011 hier so einen „Fehler“ einbaut, ist mir etwas schleierhaft. Der endgültige Film, den Ihr hier im Artikel sehen könnt, hat etwa 12 Bilder pro Sekunde, was für den Zweck absolut ausreichend gewesen ist.

Tipps zur Erstellung von Time Lapse Movies

Ganz wichtig finde ich eigentlich das richtige Motiv für einen Time Lapse Movie. Wie Ihr seht, ist meine Szene in unserem Garten am Morgen aufgenommen, eher langweilig. Beeindruckende Time Lapse Movies gibt es im Internet sehr viele und am besten wirken meiner Ansicht nach Filme, in denen entweder Wolkenformationen aufgenommen wurden oder nächtliche Langzeitaufnahmen aneinandergereiht wurden, um die Laufbahn der Sterne über das Firmament darzustellen.
Des Weiteren solltet Ihr dafür sorgen, dass Eure Kamera für mehrere Stunde am selben Ort stehen bleiben kann und vor Witterungseinflüssen so gut wie möglich geschützt ist. Kata hat hier mit dem Kata E-690, GDC Allwetterschutz eine absolut erschwingliche, gute Lösung entwickelt, um seine Kamera inkl. Objektiv so gut wie möglich vor Witterungseinflüssen zu schützen.

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