Fotografieren mit der Blendenautomatik

Belichtungsvergelich bei eingestellter Blendenautomatik am Beispiel von Wasser

Heute mal wieder eine kleine Einführung in die Fotografie zum Thema Blendenautomatik.

Was ist die Blendenautomatik und wie wird sie eingestellt?

Die Blendenautomatik regelt die Blende der Kamera in Abhängigkeit der zur Belichtungszeit automatisch. Dies heißt, Ihr stellt die Belichtungszeit manuell ein, den Rest, in dem Fall die Blende, regelt die Kamera automatisch für Euch. Bei Nikon wird die Blendenautomatik mit „S“ (von „shutter“ = Verschluss) abgekürzt, bei Canon wird diese mit „Tv“ (für „time value“ oder eigentlich Belichtungszeit) abgekürzt.
Einstellen könnt Ihr diese ganz einfach entweder über ein Drehrad an der Kamera oder aber über das Kameramenü für das ober Display an eurer Kamera.

Für was wird die Blendenautomatik verwendet?

Die Blendenautomatik wird in unterschiedlichen Bereichen der Fotografie verwendet. Am meisten vermute ich bei der Sportfotografie bzw. generell auch, wenn Ihr mit Blitz fotografiert, denn so könnt Ihr, ohne, dass Ihr am Blitz viel einstellen müsst, ganz einfach gute Aufnahmen machen und die Kamera kümmert sich alleine um die Einstellung der Blende.
Bei der Sportfotografie habt Ihr z.B. sehr einfach die Möglichkeit schnelle Bewegungen entweder mit einer Belichtungszeit unter 1/250 „einzufrieren“ oder die Bewegung eben etwas unscharf zu gestalten, indem Ihr eine längere Belichtungszeit wählt.
Was ich ebenfalls sehr interessant finde, ist der Einsatz der Blendenautomatik, wenn Ihr ähnliche Effekte erhalten wollt, wie weichgezeichnetes fließendes Wasser am Tag mit einem ND-Filter (hierüber gab es erst gestern einen ausführlichen Beitrag). Hier könnt Ihr ruhig mit Belichtungszeiten von einer Sekunde und länger arbeiten, wenn die Kamera alles selbst einstellt.

Ich will bewusst an dieser Stelle keine Diskussion lostreten, ob die Blendenautomatik nun gut ist oder nicht. Ich selbst verwende die Blendenautomatik kaum, und selbst wenn, dann am Anfang nicht wirklich bewusst. Mir ist eh aufgefallen, dass viele Fotografen, die aus der Nikon-Ecke kommen, eher mit der Zeitautomatik arbeiten, die Fotografen aus der Canon-Ecke eher mit der Blendenautomatik. Mein eigener Anspruch liegt eigentlich viel mehr daran die Schärfentiefe meiner Fotos im Griff zu haben, als die Belichtungszeit. Wenn ich beides will, fotografiere ich sowieso im komplett manuellen Modus, was bei mir eigentlich meist der Fall ist, selbst wenn ich wechselnde Lichtverhältnisse vorfinde.

Leider aufgrund des schlechten Wetters derzeit hatte ich keine Möglichkeit, bessere Aufnahmen zu machen. Hier habe ich zu Hause einen tropfenden Wasserhahn fotografiert. Hier seht Ihr die Fotos direkt im Vergleich. Eines mit einer Belichtungszeit von 1/50 s, das andere mit einer Belichtungszeit von 1/4 Sekunde. Dies macht bei fließendem Wasser bereits einigen Unterschied in der Schärfe des Wassers aus.

Belichtungsvergelich bei eingestellter Blendenautomatik am Beispiel von Wasser

Tipps zum Fotografieren mit der Blendenautomatik

Probiert die Blendenautomatik vielleicht beim Fotografieren Eurer Haustiere auf, wenn Sie spielen. Fotografiert sich schnell bewegende Objekte und spielt mit den Belichtungszeiten. Dies wird Euch sicher dabei helfen, Eure Kamera auch besser kennenzulernen.
Ihr werdet ziemlich schnell ein Gefühl dafür bekommen, welche Belichtungszeit sich für welchen Zweck am besten eignet. Diese Erfahrung könnt Ihr dann wiederum verwenden, wenn es um die Fotografie im manuellen Kameramodus geht.

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