Makrofotografie im Grünen – Naturfotografie mit dem Nikon AF Micro Nikkor 60mm 1:2.8

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Gestern habe ich schnell die Chance genutzt zwischen den Regenschauern, im Garten mit meinem Makroobjektiv, dem Nikon AF Micro Nikkor 60mm ein paar Makroaufnahmen im Garten zu machen.

Das Nikon AF Micro Nikkor 60mm 1:2.8

Das Nikon Nikkor mit 60mm ist ein ziemlich altes Objektiv aus der analogen Fotografie, welches sich aber bis heute einwandfrei für die Makrofotografie eignet. Nikon hat mittlerweile ein anderes 60mm Makro herausgebracht, von dessen Verarbeitung ich allerdings zugegebenermaßen nicht so viel halte. Das alte Nikon AF D 60/2,8 MIKRO NIKKOR ist ziemlich schwer und stabil verbaut. Kaum ein anderes Objektiv aus meiner Sammlung hat einen so schnellen Autofokus, wie dieses Objektiv. Der Abbildungsmaßsstab bei ca. 22 cm entspricht der Verhältnis 1:1.
Die automatische Fokussierung ist selbst dann schnell, wenn es um den Wechsel zwischen Makro-Aufnahme zu normaler Fokussierung geht. Mal wieder in beweis, dass auch alte Linsen der Hersteller durchaus gute Optiken besitzen. Was man absolut behaupten kann ist, dass das Objektiv „rattenscharf“ – ich meinte – knackscharf ist. Dabei ist das Objektiv selbst bei Makros, Portraits und Stilleben fast nahezu verzeichnungsfrei und die Objektivkorrektur in Lightroom oder Photoshop hat nicht viel zu schaffen.
Auch das Bokeh des Objektivs begeistert mich sowohl bei Makro-Aufnahmen, wie auch normalen Fotos immer wieder. Es ist einfach butterweich und die Farbverläufe sind wunderbar.
Derzeit gibt es das Objektiv noch bei amazon.de gebraucht für ca. 380 Euro von zwei Händlern hier zu kaufen, was meiner Meinung nach ein absolut unschlagbarer Preis ist. Ich würde dieses Objektiv nicht mehr eintauschen, auch wenn ich am überlegen bin ob eventuell mal die Anschaffung des neueren Nikon AF-S Micro Nikkor mit einer Brennweite von 105mm noch ganz passend wäre.

Makrofotografie in der Natur

Weiße Johannisbeeren - MakrofotografieNeben der Produktfotografie werden auch in der Naturfotografie des Öfteren Makro-Objektive verwendet. Es liegt nahe, dass besonders kleine Lebewesen mit Makroobjektiven aufgenommen werden. Doch auch für Pflanzen eignen sich Makroaufnahmen besonders gut, wie Ihr hier im Beispiel links sehen könnt. An diesem Foto könnt Ihr sehen, wie schön das Bokeh des Nikon AF Micro Nikkor 60mm tatsächlich ist.
Ich habe das Foto mit einer Blende von 2.8, bei einer Belichtungszeit von 1/640 Sekunden bei ISO 100 aufgenommen. Die Nachbearbeitung erfolgte anschließend in Lightroom, wo ich lediglich den Kontrast etwas rausgenommen habe und eine Einstellung des Weißabgleichs vorgenommen habe, um eine wärmere Farbstimmung zu erhalten.
Ein besonderer Zufall und ein Stück weit Glücksgriff ist es dann, wenn Ihr ein Tier auf einer Pflanze erwischt so wie hier im Foto rechts. Wenn Ihr Euch fragt, was das ist, hier die Auflösung: Es handelt sich um eine vertrocknete noch nicht ganz reife Mohnblüte im Hintergrund die Blätter des Mohnes selbst und darauf eine Heuschreckenart, die durch Zufall darauf Ihren Platz gefunden hat.
Hier habe ich mit einer Blende von 4.0 fotografiert. Die Belichtungszeit betrug 1/125 Sekunden ebenfalls bei ISO 100.

Tipps zur Makrofotografie in der Natur

Oftmals ist es wichtig, besonders bei Makros auf den Lichteinfall zu achten. Zum einen um ein schönes Bokeh zu erhalten, zum anderen aber auch, um das gewünschte Objekt etwas zu beleuchten. Bei der Makrofotografie versuche ich zumindest immer ohne Blitz oder künstliche Beleuchtung vorzugehen um den natürlichen Charakter des Motivs zu erhalten.
Auch hier werden Fotos oft schöner, wenn der Himmel etwas bedeckt ist, denn so werden die Schatten weicher und weniger kontrastreich.
Gerade im Sommer gibt es so viele Möglichkeiten, draußen schöne Fotos zu machen – Ihr müsst nur ein bisschen die Augen offenhalten und die Kamera nicht vergessen. Viel Spaß!

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