iPhone App „GeoTag“: Geo-Tagging mit der Nikon D700 und dem iPhone 3G, 3Gs und 4G

Artikelbild iPhone GeoTagging mit der Nikon D700

Die Nikon D700 hat leider wie einige der Top-Modelle von Nikon Kameras bislang keinen automatischen GPS-Empfänger integriert, welcher dazu dient, die Fotos automatisch mit GPS-Informationen zu versehen. Bislang habe ich diese Funktion noch nicht bei der Nikon D700 vermisst, wollte aber nun vor einem New York doch dazu in der Lage sein, meine Fotos automatisch mit Längen- und Breitengrad-Informationen zu versehen.

Was versteht man unter Geo-Tagging und welchen Zweck hat es?

Unter Geo-Tagging versteht man die Einbindung von Längen- und Breitengrad-Informationen in die Daten jedes einzelnen Fotos. Neuere Kamera-Modelle sowohl im DSLR-Foto-Bereich als auch bei den kompakten Kleinbildkameras haben bereits oftmals ein eigenes GPS-Modul integriert, welches pro Foto automatische die Daten in die Bildinformationen integriert. Wenn Ihr eine ältere Nikon oder Canon Kamera habt, könnt Ihr Euch entweder mit einem GPS-Empfänger behelfen, welche meist vom Hersteller selbst sehr teuer sind, von Drittanbietern zwar günstiger aber oftmals nicht so zuverlässig, oder Ihr nutzt Euer iPhone oder vergleichbares Smartphone für diese Aufgabe.
Besonders bei längeren Reisen rentiert es sich, darüber nachzudenken, sich einen solchen Sensor anzuschaffen, oder eben auf die Funktionen eines iPhones zurückzugreifen. Ihr könnt Eure Fotos so nicht mehr nur noch nach Keywords klassifizieren, sondern auch in Zukunft auf einer Landkarte nach Orten suchen. Wie das genau geht und wie sich das Geo-Tagging mit der iPhone App GeoTag und der Nikon D700 realisieren lässt, will ich Euch in dem folgenden Szenario genauer erklären.

Die iPhone App „GeoTag“ von saltpepper

Die Softwareschmiede saltpepper vertreibt seit einiger Zeit die iPhone App „GeoTag“ auf deren Webseite. Ihr könnt Euch die iPhone App für 0,79 € aus dem iPhone-Store herunterladen. Die Software ist generell sehr einfach zu bedienen und man findet sich, hat man erst mal die richtigen Einstellungen gemacht, sehr schnell zurecht.
Voreinstellungen GeoTagLinks seht Ihr den Screen für die Einstellungen in der App selbst. Wichtig ist hier für jedes weitere Vorgehen, dass Ihr die richtige Foto-Bezeichnung eingebt, denn anhand dieser Bezeichnung werden anschließend die Foto-Daten mit den Geo-Daten aus der iPhone App „GeoTag“ von saltpepper verknüpft. Im Übrigen bietet saltpepper hierfür ein kostenloses Programm an, welches zur Synchronisierung verwendet werden kann. Aus Usability-Gründen hoffe ich immer noch, dass die App langsam mal ein kleines Update erfährt, weil die Programmierer einige Grundlagen leider nicht beachtet hatten. Wundert Euch also nicht, dass wenn Ihr auf „save“ klickt, dass nichts sichtbares am iPhone passiert. Der Button funktioniert einwandfrei, die Dateinamen und Bildnummern werden mit abgespeichert, man bekommt allerdings leider keine „optische, visuelle“ Bestätigung der Abspeicherung.

Tagging Screen GeoTagDanach könnt Ihr eigentlich direkt auf den Screen „Collect“ gehen, die weiteren Menüs interessieren uns erst mal nicht. Rechts seht Ihr den Screen, wie er bei Euch aussehen sollte. Wenn Ihr nun Eure Fotos macht, achtet darauf, dass ihr immer für das richtige Foto gerade das Geo-Tag bestätigt, mit Drücken auf den „Collect-Button“.

Übersicht aller GeoTags für die Nikon D700Seid Ihr Euch doch nicht ganz sicher ob alles geklappt habt und Euer Tagging funktioniert, so könnt Ihr unter in der „GeoTag“ App für das iPhone unter „Manage“ (Abbildung links) alle aufgezeichneten Fotos nochmals überprüfen und im Zweifelsfall neu aufnehmen. Nach Eurem Foto-Trip habt Ihr nun eine ganze Liste an Dateinamen mit den jeweiligen Geo-Informationen gesammelt, vorausgesetzt, Ihr habt bei jeder Auslösung auf den Button „Collect“ gedrückt.

Die Software GeoTag Desktop von saltpepper

Die zur App gehörige Software „GeoTag Desktop“ von saltpepper ist ein kostenloses Programm zur Kombination der GeoTags und der Fotos, die man aufgenommen hat. Das Matching Kriterium scheint hier einzig und allein der Dateiname zu sein.
Damit unterscheidet sich die App weit von vielen anderen GeoTag-Softwarelösungen bzw. iPhone Apps. Viele iPhone Apps zeichnen je nach Konfigurationen alle paar Meter einen neuen Pfadpunkt auf. Hier werden alles Bewegungsdaten vom Fotografen erfasst und die Fotos werden anschließend mittels Software dem Pfad aufgrund gleicher Uhrzeit zugeordnet.
Ich muss nun leider dazu sagen, dass die Software „GeoTag Desktop“ leider so langsam bei der Zuweisung der Geo-Tagging Informationen abgeraucht ist, bzw. den Rechner so langsam gemacht hat, sodass ich mehrere Minuten auf den nächsten Klick warten musste. Selbst bei dem Versuch, reine JPEG Dateien zu taggen war das Resultat genau das Selbe.

Der Import der GEO-Informationen erfolgt realtiv einfach über die App-Einstellung „Share“. Hier muss man den Server anschalten, danach wird einem oben die IP-Adresse angezeigt, mit der man das iPhone aufrufen, bzw. die Geo-Daten direkt aus dem iPhone herauslesen kann.

Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich die Software selbstverständlich mit .NEF RAW-Dateien direkt aus der Kamera getestet hatte, die nun nicht besonders klein sind. Also startete ich einen zweiten Versuch mit jpeg-Dateien aus den Fotos. Hier erhoffte ich mir im ersten Schritt eine deutliche Performance-Verbesserung durch die Verminderung der Dateigröße.
Alleine das Einladen der Fotos dauerte ewig, das Ergebnis ist also nicht zufriedenstellend.
Nachdem mir „GeoTag Desktop“ nun zwei mal abgerauscht ist, habe ich es aufgegeben, mit dieser Software weiter zu arbeiten.

Alles in Allem habe ich es jedoch letztendlich nicht fertig gebracht mittels der Mac/PC-Software die Fotos zufriedenstellend mit Geo-Tags zu versehen und auch die App lässt viele Wünsche offen.

Fazit

Das Fazit ist hier ziemlich ernüchternd. Würde die Software funktionieren so wie sie soll, so würde ich Euch die leicht zu bedienende App welche noch dazu sehr genau ist, gerne weiterempfehlen. In diesem Fall werde ich aber wohl noch mal ran müssten und einige Alternativen genauer kennenlernen, da ich mir kein Extra GPS Modul inkl. GPS Maus kaufen werde und will.

1 Comment

  • Wolfgang Graff sagt:

    Hallo,
    versucht es doch mal mit der „Geotag Photos“ App.
    Ich habe sie schon eine gewisse Zeit in Benutzung und bin zufrieden damit. Einfach zu bedienen und die weitere Bearbeitung am PC geht schnell.

    Gruß
    Wolfgang

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