Adobe Photoshop Lightroom 3 – Einführung – Benutzeroberfläche Bibliothek

Bibliothek-Ansicht in Adobe Photoshop Lightroom

Über Adobe Photoshop Lightroom habe ich bereits vor kurzem geschrieben und bin auf die Gründe, die für die Verwendung sprechen, grob eingegangen. Da ich hier jedoch eine komplette Serie zur Einführung in Lightroom machen will, gehe ich heute auf die Benutzeroberfläche von Adobe Photoshop Lightroom 3 genauer ein.

Die Adobe Photoshop Lightroom 3 Bibliothek

Bibliothek-Ansicht in Adobe Photoshop LightroomDie Standard-Ansicht in Adobe Photoshop Lightroom ist eigentlich die Bibliothek, in der Ihr alle Fotos meist als kleine Vorschau sehen könnt.
Ich will Euch an dieser Stelle nicht vorenthalten, wie ich Adobe Photoshop Lightroom einsetze, was vermutlich nicht unbedingt dem normalen Einsatz von Lightroom entspricht, aber meine Herangehensweise an Programme war schon immer anders als es normal vielleicht üblich ist. Ich habe nämlich versucht meine Bedürfnisse so gut wie möglich mit Lightroom umzusetzen.
Aus dem Grund finden sich bei mir auch in der Lightroom-Bibliothek kaum Fotos, schon gar nicht alle, die ich fast jeden Tag fotografiere. So finden sich in meiner Bibliothek nur die Fotos, die ich auch wirklich bearbeiten will oder von denen ich mir zumindest etwas erwarte.
Meine kompletten Fotos finden sich auf 2 gespiegelten Festplatten, die tatsächlich importierten und meist auch bearbeiteten Fotos, habe ich zum einen in der normalen Adobe Lightroom Bibliothek sowie in einer Kopie der Bibliothek. Zusätzlich läuft bei mir auch TimeCapsule und mittels Transmit speichere ich meine Auftragsdaten zusätzlich auf einem externen Server, um wirklich sicher zu gehen, dass von den sensiblen Daten nichts verloren geht. Sicherheits-Freak – ich weiß, aber wer professionell arbeiten möchte, sollte sich auch über seine Backup-Möglichkeiten Gedanken machen. Aber dazu mehr in einem anderen Beitrag wenn es um die Datenverwaltung in Adobe Photoshop Lightroom 3 geht.

Was kann man in der Bibliothek alles machen?

Primär sollte man meinen, dass man in der Bibliothek alle geladenen Fotos verwalten und betrachten kann, Keywords vergeben kann (wichtiger Tipp Nr. 1: Macht das von Anfang an, aber übertreibt es nicht mit der Vergabe von Keywords. Es macht meiner Erfahrung nach keinen Sinn für jedes Foto ein eigenes Keywords zu vergeben, besser ist, Ihr versucht die Keywords immer auf das wesentliche zu reduzieren.) und die Aufnahmedaten (rechts oben) einsehen kann, mit denen das Foto aufgenommen wurde.
Navigator in der Lightroom BibliothekBeginnen wir links oben: Im Navigator seht Ihr noch mal das ausgewählte Foto etwas größer abgebildet. Im rechten oberen Eck des Navigators könnt Ihr noch die Größe der Darstellung verändern.
Katalog in der Lightroom BibliothekDarunter findet Ihr den Katalog Eurer Adobe Photoshop Lightroom Bibliothek. Hier sind alle Fotos enthalten, eventuell auch nach unterschiedlichen Kriterien klassifizierte Fotos, deren Anzahl Ihr der Zahl neben den Bezeichnung entnehmen könnt.
Direkt darunter ist die linke Seitenleiste noch mal aufgeteilt zwischen Ordner und Sammlungen. Ordner bezeichnet euren Speicherort der gesammelten Fotos. Lightroom verwendet hier standartmäßig die Jahreszahl des Aufnahmedatums zur Klassifikation.
Sammlungen hingegen sind nach weiteren Unterklassifikationen aufgeteilte Fotos. Hier findet Ihr die wichtigsten Klassifizierungen, die an Fotos vergeben werden können. Diese automatischen Sammlungen in Adobe Photoshop Lightroom 3 erleichtern Euch das wieder Auffinden Eurer Fotos.
Sowohl bei Ordnern als auch bei Sammlungen habt Ihr jeweils die Möglichkeit weitere Unterscheidungen mit hinzuzufügen. Dies geschieht jeweils über das + Zeichen rechts neben den Unterteilungen.
Darunter sind in Adobe Photoshop Lightroom noch verschiedene Veröffentlichungsdienste eingebunden, wie z.B. Flickr und Facebook. Über die Adobe Webseite könnt Ihr Euch hier noch weitere Dienste hinzuladen, da dies das Veröffentlichen auf bestimmten Plattformen wesentlich erleichtert, sofern Ihr regelmäßig auf irgendwelchen Plattformen Eure Fotos hochladet.

Nun zur rechten Seitenleiste: Unterhalb des Histogramms findet Ihr zum Einen die Informationen über die Aufnahme selbst wie z.B. den ISO-Wert, die Brennweite, die Blende und die Belichtungszeit des Fotos.
Histogramm und Ad-hoc-Entwicklung in LightroomDirekt darunter ist einer der wichtigsten Bereiche, der komischerweise von einigen Lightroom Nutzern kaum verwendet wird.
Habt Ihr im mittleren Fenster ein oder mehrere Fotos mit der Alt oder Shift  markiert, könnt Ihr mit der Ad-hoc Entwicklung ziemlich schnell und global Anpassungen in mehreren Fotos auf ein mal machen.
Ich selbst verwende die Funktion am häufigsten, wenn ich merke, dass mir ein Shoot komplett unterbelichtet daher kommt oder es einfach an Dynamik im Tonwertumfang fehlt. Mittlerweile habe ich mir für mehrere Kamera-Presets auch Ad-hoc Entwicklungseinstellungen für Lightroom erstellt, um den Aufnahmeeinstellungen entweder entgegenzuwirken oder diese zu verstärken. Auch Weißabgleichseinstellungen für bestimmte Beleuchtungssituationen z.B. bei unterschiedlichen Studio-Setups lassen sich so vorab sehr gut einstellen und schon vor jeder weiteren Bildbearbeitung durch die Ad-hoc Entwicklung anwenden.
Stichwörter oder in Keywords in Adobe Photoshop Lightroom festlegenDarunter findet Ihr die bereits erwähnte Stichwörterliste, mit der Ihr Eure Fotografien in Adobe Photoshop Lightroom 3 zum einen leichter auffindbar machen könnt, zum anderen aber auch die Bilddateien selbst für Bilderdienste mit Keywords versehen könnt. Diese Funktion werdet Ihr auch in Adobe Photoshop finden, allerdings finde ich die Handhabung in Lightroom wesentlich angenehmer und einfacher.
Stichwörter können entweder per Klick auf das entsprechende Wort zuweisen oder per Eingabe in das Feld. Als Trennzeichen müssten Kommas verwendet werden. Wenn Ihr öfters die gleichen Stichwörtern bei unterschiedlichen Shootings benötigt, dann könnt Ihr Euch auch Stichwörter-Sets abspeichern in denen beliebig viele Stichwörter bereits festgelegt sein können.
Die darunter liegende Stichwortliste habe ich in der Regel ausgeblendet, denn darin stehen alle Keywords, die Ihr jemals vergeben habt mit der Anzahl der Vorkommnisse dahinter.
Metadaten und Ad-hoc Beschreibung in Lightroom bearbeiten.Das letzte Element, auf das ich nun eingehen will, was für einen ersten Überblick der Bibliothek in Lightroom ausreicht, sind die Meta-Daten. In den Metadaten steht u.A. der Dateiname des Fotos, die Abmessungen in Pixel, die Aufnahmezeit, Aber auch Kamera-Modell, Objektiv (sofern von der Kamera erkannt), Copyrightinformationen und auch der Titel bzw. die Bildunterschrift eines Fotos.
Auch hier habt Ihr wieder die Möglichkeit, Voreinstellungen festzulegen, die sich einfach über das Dropdown-Menü auswählen und zuweisen lassen. Die „hard facts“ Eurer Kamera könnt Ihr dabei allerdings selbstverständlich nicht bearbeiten. Diese Informationen wurden fest in der Bilddatei verankert.

Das Hauptfenster der Bibliothek

Hauptfenster der Adobe Photoshop Lightroom 3 VersionDas Hauptfenster der Bibliothek erklärt sich eigentlich von selbst. Wenn Ihr nicht alle Fotos sehen solltet, habt Ihr in der Regel in der linken Seitenleiste in Adobe Photoshop Lightroom entweder den falschen Ordner ausgewählt oder eine andere Einschränkung der Ansicht vorgenommen. Mir passiert das immer noch hin und wieder gerade nach dem Import, dass ich mit der Bearbeitung beginne und mich anschließend wundere, warum ich andere Dateiversionen nicht in Lightroom angezeigt bekomme.
Rechts unten definiert Ihr die Größe der Thumbnails und links unten könnt Ihr zwischen unterschiedlichen Ansichts-Einstellungen hin und her wechseln.

Direkt unter dem Hauptfenster seht Ihr noch mal kleine Thumbnails der Fotos in Eurem ausgewählten Ordner.

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