Geotagging mit der Nikon D700 und dem iPhone 4 – 2. Versuch – gps4cam

GPS4CAM - iPhone App - Nikon D700 geotagging

GPS4CAM - iPhone App - Nikon D700 geotaggingNachdem mein erster Versuch, tiefer in das Geo-Tagging mit der Nikon D700 einzusteigen, kläglich gescheitert war (genaueres dazu könnt Ihr in dem Artikel über die App GeoTag lesen), habe ich eine zweite App ausprobiert: gps4cam. Diese App gibt es im iTunes Store oder über die Webseite von gps4cam zu beziehen.
Auch mit dieser App kommt eine kostenlose Software mit dazu, die Ihr Euch auf der Webseite von gps4cam herunterladen solltet, damit Ihr die gemachten Fotos mit den Geodaten der App synchronisieren könnt.
Auch wenn die App etwas teurer ist (der Preis liegt derzeit bei 2,39 EUR für die App) aber dies – und so viel sei verraten – lohnt sich bei dieser App wirklich. Die Investition der App spart einem die Anschaffung eines eigenen GPS Moduls für die Nikon D700, welches deutlich teurer ist (derzeit zwischen 230 EUR und 300 EUR).

gps4cam im Zusammenspiel mit der Nikon D700

Das Positive an der App ist, dass Ihr weder die Zeit zwischen iPhone und Kamera am besten Sekundengenau synchronisieren müsst, noch dass die App eine direkte Verbindung zur Kamera benötigt. Im Prinzip müsst Ihr nur die App mitlaufen lassen, wenn Ihr fotografiert, den Rest erledigt die App und das Programm für mach und PC von alleine.
Generell ist es so, dass alle GPS Anwendungen zum einen viel Akkuleistung benötigen, als auch eine permanente Verbindung zum Netz. Dies macht gerade den Einsatz im Ausland meist sehr teuer, da die mobile Datenverbindung notwendig ist. Dies ist bei gps4cam anders. Hier ist die mobile Datenverbindung nicht notwendig, was die App für mich zum perfekten Begleiter im Ausland macht. Es besteht die Möglichkeit, die Geoposition zwar etwas ungenauer, aber immer noch genau genug für sinnvolles geotagging  mit den vorhandenen Funkmasten zu positionieren. Diese Position weicht max. um 5 Meter vom eigentlichen Standpunkt ab (zumindest bei einem Test am Münchner Flughafen).

gps4cam bekommt con mir alleine schon aufgrund der Bedienerfreundlichkeit und der nicht notwendigen permanenten Datenaktualisierung 5 von 5 Sternen.

Die iPhone App gps4cam richtig verwenden

Die App selbst ist sehr übersichtlich aufgebaut und erklärt sich eigentlich von selbst.

Startseite der GPS iPhone App gps4camIm Start-Menü der gps4cam App könnt Ihr die Genauigkeit Eures Geotaggings festzulegen. Hier bieten sich 4 Möglichkeiten. Die Standard Variante berichtigt alle 5 Minuten die eigene Position, Präzise aktualisiert die Daten alle 30 Sekunden. Im Energiesparmodus werden die GPS Koordinaten via GSM was die Akkuleistung verlängert und im manuellen Modus werden die Daten nur aufgezeichnet, wenn Ihr das Telefon in der Hand schüttelt.

Alles in allem schätze ich aus eigener Erfahrung, dass Ihr zwischen 5 bis 7 Stunden ohne extra Akku für das iPhone Geo-Daten im Standard-Modus erfassen könnt. Dies reicht in der Regel für die normalen Fototouren.
Falls Euch der Standart-Akku des iPhones nicht ausreicht, kann ich Euch an der Stelle das EXO GEAR empfehlen. Mit dem habt Ihr eine zusätzliche Akkuleistung für das iPhone.

Trips Übersicht der iPhone App gps4camUnter dem Punkt Trips (links) könnt Ihr Euch abgespeicherte Trips im Nachinein noch mal ansehen, oder aber erneut exportieren. Wenn Ihr auf einen Trip klickt, seht Ihr eine kleine Ansicht der aufgezeichneten Trip Details der iPhone App gps4camGeo-Daten (rechts). Was ich sehr positiv finde, ist die Tatsache, dass Ihr so auch im Nachhinein noch nachvollziehen könnt, welche Positionen aufgezeichnet wurden. So seht Ihr eigentlich sehr schnell, ob alles funktioniert mit der Verwendung von gps4cam und ob Eure Position mit der Realität übereinstimmt.

Die anderen beiden Punkte Optionen und Hilfe erklären sich meiner Ansicht nach von selbst.

Doch was macht man nun, wenn man alle Fotos aufgenommen hat und nicht weiter fotografiert? Ihr müsst am Ende Eurer Aufzeichnung, nachdem Ihr auf „Trip Exportieren“ geklickt habt, das sich nun bietende QR Code Foto ein mal abfotografieren und das wars.
Ich hatte bei meinem ersten Trip den Fehler gemacht und das Foto mit dem bereits die ganze Zeit verwendeten Weitwinkel verwendet, was zur Folge hatte, dass das Foto des QR Codes der von der iPhone App gps4cam, zu klein für die automatische Erkennung gewesen ist.
Gut wäre es, wenn der QR Code scharf ist und ca. 1/3 bis die Hälfte des Bildes ausmacht. Habt Ihr diese Aufnahme am Ende des Fototrips gemacht, könnt Ihr die iPhone App beenden, damit nicht noch mehr Strom gezogen wird.

Die Verwendung des PC/MAC Programms gps4cam

Wenn Ihr am Ende Eure Fotos noch automatisch mit den Geotagging Informationen versehen wollt, solltet Ihr als erstes Eure Fotos auf die Festplatte laden. Das Programm ist einfach und simpel, erklärt sich damit eigentlich auch von selbst. Zuerst definiert Ihr den Ordner, in dem die Fotos abgelegt wurden, anschließend legt Ihr einen neuen Output Ordner an, in dem die getaggten Fotos im Original-Format wieder abgespeichert werden.
Das tagging und damit die einzige Funktion des Programmes geht, bei gutem Foto vom QR Code sehr schnell. Anschließend könnt Ihr auf Flickr oder anderen Bilderdiensten oder in Programmen wie z.B. iPhoto oder Aperture von Apple die Geodaten auf einer Karte darstellen lassen

Fazit

Die iPhone App gps4cam zum Geotagging erhält meine absolute Kaufempfehlung, da sie funktioniert, einfach zu bedienen ist und die Positionen echt gut sind, wie Ihr am Foto zu Beginn des Artikels sehen könnt.

2 Comments

  • Hallo,

    wie richtig bemerkt kann man an die D700 auch direkt ein GPS anschließen. Die GPS-Daten landen dann direkt in der Bilddatei (NEF und JPEG).

    > spart einem die Anschaffung eines eigenen GPS Moduls für die Nikon D700, welches deutlich teurer ist
    > (derzeit zwischen 230 EUR und 300 EUR).

    Taugliche Direkt-Geotagger für die Nikon D700 gibt es schon ab 120 EUR.

    Mehr dazu:

    http://www.gps-camera.eu/index.php?option=com_content&view=article&id=72:das-nikon-gp-1-photo-gps-im-vergleich-mit-anderen-geotagging-direktloesungen

    Mit dem iPhone muss man hinterher die Bilder per Software geotaggen. Die Akkulaufzeit des iPhones ist beim GPS-Logging-Betrieb auch nicht gerade berauschend, ….

    Einfach mal melden ;-)
    Sebastian vom gps-camera.eu-Team

    • Ben Moll sagt:

      Vielen Dank für Deinen Tipp… ich meld mich auf alle Fälle mal bei Euch, denn ich bin derzeit wirklich auf der Suche nach einer Geo-Tagging Lösung für die D700.
      Hab jetzt eine Variante mit dem iPhone ausprobiert und bin damit schon recht zufrieden. Muss allerdings auch dazu sagen, dass ich ein gesondertes EXO Gear verwende, um die Akku-Laufzeit zu verlängern. Hat aber immer den Nachteil, dass man anschließend noch mal alle Fotos durch ein Programm jagen muss um die Fotos mit den Geo-Tagging Informationen zu bestücken. Das ist bei 50 oder 100 Fotos nicht so das Thema, wenn man allerdings so wie ich jetzt im Sommer einen Urlaub in NY geplant hat und dabei sicherlich einige mehr Fotos entstehen als die 1.000 oder 2.000 Fotos (wir testen einige Hardware während dieser Zeit, vom Filter bis zum Stativ ist fast alles dabei) bräucht ich wirklich was Praktikables um anschließend auch die Geo-Informationen mit dabei zu haben.

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