James Nachtwey

James Nachtwey - Fotograf - USA

I have been a witness, and these pictures are
my testimony. The events I have recorded should
not be forgotten and must not be repeated.
-James Nachtwey-

James Nachtwey - Wikimedia CommonsJames Nachtwey wurde in Syracuse im Bundesstaat New York geboren, wuchs in Massachusetts auf und machte seinen Abschluss am Dartmouth College, wo er Kunsthistorie und Politikwissenschaften zwischen 1966 und 1970 studierte. Seine Entscheidung Fotograf zu werden traf er, da Ihn die Fotos aus dem Vietnam Krieg und der Bürgerrechtsbewegung in den USA beeindruckten. Er arbeitete in der Flotte der US-Marine und brachte sich während seiner Ausbildung als Lastwagenfahrer und Cutter von Nachrichten-Filmen selbst das Fotografieren bei.

Im Jahr 1976 begann er als Zeitungsfotograf in New Mexico zu arbeiten, zog 1980 nach New York um als freiberuflicher Fotograf für Magazine und Zeitschriften zu Fotografieren. Sein erster Auslandsauftrag war die Unruhen in Nordirland in den 1981er Jahren während des Hungerstreiks der IRA zu dokumentieren. Seither widmete sich James Nachtway seiner Aufgabe, Kriege, Konflikte und gefährliche Unruhen in der Gesellschaft zu dokumentieren.
Umweltverschmutzung - James NachtweyEr arbeitete an ausführlichen Foto-Dokumentationen in El Salvador, Nicaragua, Guatemala, im Libanon, im Gaza-Streifen, Israel, Indonesien, Thailand, Indien, Sri Lanka, Afghanistan und vielen anderen Unruhe- und Krisengebieten.

1989 wurde das Buch Deeds of War – James Nachtwey mit seinen Fotografien veröffentlicht, welches einen sehr guten Eindruck in die Krisen der damaligen Zeit bietet.

Wenn man etwas recherchiert werden zweideutige Stimmen über den Fotografen und seine Arbeit als Kriegsfotograf deutlich. Die einen bewundern seinen Einsatz, seine Arbeit und seine fotografische Leistung, andere wiederum meinen, dass sich James Nachtwey in seiner Rolle als Fotograf zu sehr gefällt und „Freude“ an der Dokumentation menschlichen Leidens hat.
James Nachtwey - KosovoDennoch ist das besondere an seiner Arbeitsweise, dass James Nachtwey einen anderen, gefährlicheren Weg der Fotografie beschreitet. Er verwendet keine Teleobjektive, verzichtet auf beeindruckende Aufnahmen, fotografiert in Kampf- und Krisengebieten mit Weitwinkel-Objektiven, geht ganz nah ran, verzichtet auf alle technischen Hilfsmittel und stützt sich größtenteils noch immer auf die Fotografie mit analogen Filmen, selbst wenn er manchmal mittlerweile nicht um die digitale Fotografie herumkommt. Er verfolgt damit Robert Cappas Maxime für die Reportage-Fotografie:

If your pictures aren’t good enough, you’re not close enough.

Mittlerweile hat sich im Laufe der Jahre das Schaffen James Nachtweys verändert. Er steht bei „New Yorker“ unter Vertrag, fotografiert und dokumentiert auch gesellschaftliche Großereignisse außerhalb jeglicher Gefahr, wie z.B. die Filmfestspiele in Cannes.

Heroinsüchtige in Heilanstalt in PakistanAls einer der Begründer der Agentur VII veröffentlicht er immer noch Fotos von beeindruckender Nähe. Ein Teil seines Portfolios findet Ihr auch unter seinem Fotografen-Portrait. Als in NYC ansässiger Fotograf war er auch bei 9/11 einer der ersten Fotografen, der unter schwierigsten Umständen Fotos von den Anschlägen veröffentlichen konnte. Ein paar Auszüge seiner Fotos findet Ihr dazu hier.

Für mich ist James Nachtwey – ohne die Richtigkeit seines Schaffens beurteilen zu wollen und zu können – einer der Dokumentarfotografen mit Profil, der folgendem Zitat absolut entspricht:

documentary photography and photojournalism are based on perception, not on technology.

Weiterführende Links: www.jamesnachtwey.com, Dokumentation über James Nachtwey
Bildreferenz: James Nachtwey (wikimedia commons), www.jamesnachtwey.com

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