Testbericht: Manfrotto MA 410 Getriebeneiger Junior (90-105 Grad Winkelauswahl)

Getriebeneiger MA 410 Junior von Manfrotto im Test

Bisher hatte ich immer nur mit einem Manfrotto 3-Wege-Kopf fotografiert, habe mir aber nun doch nach langem Hin und Her einen Getriebeneiger von Manfrotto zugelegt. Der Getriebeneiger MA 410 von Manfrotto hat für mich den Vorteil, dass er wesentlich präziser eingestellt werden kann mittels der kleinen Drehknöpfe. Gerade bei der Fotografie von Architektur geht es oft um Präzision, denn man will stürzende Linien vermeiden.

Bessere Architekturfotografie mit Getriebeneiger MA 410 von ManfrottoEines meiner ersten Fotos mit dem Getriebeneiger von Manfrotto ist folgendes hier links. Hier musste ich ausser der normalen Umwandlung in Schwarz und Weiß, keine Veränderungen an der Perspektive und des Aufnahmewinkels mehr vornehmen. Das Einzige was ich gemacht habe, war die übliche Objektivkorrektur in Lightroom.

Mit meinem bisherigen klassischen 3-Wege-Kopf war ich zwar zeitweise etwas schneller, allerdings ist so ein 3-Wege-Kopf auch weniger präzise und genau und für manche Fotos nicht wirklich sinnvoll zu gebrauchen.

Besonders gut finde ich an Manfrotto, dass es alle Stativköpfe mit beiden verfügbaren Plattensystemen von Manfrotto gibt, d.h. man spart sich eigentlich die Anschaffung einer neuen Platte für unter die Kamera, was zugleich auch bedeutet, dass man sich einen lästigen Plattenwechsel eigentlich sparen kann, da ein und die selbe Platte für alle Köpfe passt.

Technische Daten zum Manfrotto MA 410 Getriebeneiger Junior

Getriebeneiger MA 410 Junior von Manfrotto im TestGewicht: 1,2 kg
Maximale Belachtung: 5 kg
Shift-Winkel: von -30 Grad bis +90 Grad
Tilt-Winkel: von +30 Grad bis -90 Grad

Handhabung des Manfrotto MA 410 Getriebeneigers

Die Handhabung des Manfrotto MA 410 Getriebeneiger Junior ist einmalig. Der Stativkopf hält das was er verspricht, hält auch die Nikon D700 inkl. Batterieschuh einwandfrei, auch mit Teleobjekitv, welches noch mal schwerer ist als das hier auf dem Foto links gezeigte Weitwinkelobjektiv, hält der eingestellte Winkel ohne Probleme.
Dank der absolut festen Arretierung gibt es auch kein Problem bei der Auslösung, die Kamera hält einwandfrei auf dem Stativ. Mit und ohne Spiegelvorauslösung, es wackelt nichts.
Bereits nach sehr kurzer Zeit habe ich mich an die Handhabung des Getriebeneigers gewöhnt. Mit den großen Drehknöpfen nimmt man die Feinjustierung vor, die Drehräder direkt dahinter sind für die schnelle Justierung, wenn Ihr die Kamera z.B. mal schnell um 90 Grad kippen wollt. Dies ist besonders hilfreich, wenn Ihr mal schnell schwenken wollt oder von die Kamera von Querformat auf Hochformat wechseln wollt.

Fazit

Für mich, als jemand der ziemlich viel Architektur fotografiert lohnt sich die Anschaffung eines solchen Getriebeneigers. Da Manfrotto sowieso mein liebster Stativ und Stativkopfhersteller ist, ist es klar, dass die Wahl auf einen der drei angebotenen Getriebeneiger fallen würde.
Der MA 410 Getriebeneiger Junior ist noch der Günstigste und absolut eine Investition wert. So lange meine Anforderungen und meine Ausrüstung so bleibt, wie bislang, werde ich mit meiner Wahl noch einige Jahre lang wirklich zufrieden sein.

 

1 Comment

  • Jörn sagt:

    Hi Ben,

    ich bin gerade auch auf der Suche nach einen neuen Kopf (+ Stativ) und habe mich schon extrem auf der 410er eingeschossen. Da Du geschrieben hast, dass Du auch die Stative von Manfrotto favorisierst, wollte ich mal fragen, welche Du aktuell in Benutzung hast.

    Ich wollte mir zu dem 410er das 055CXPRO3 zulegen – denn lieber ein Mal etwas mehr Geld ausgeben…

    Ich besitze eine Nikon D90 mit 55-300er und Batteriegriff. Ich habe als schwerste Kombi auf maximal 2,5kg. Dass sollten Kopf und Stativ doch locker packen – oder was meinst Du?

    Gruß
    Jörn

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