Albert Renger-Patzsch

Albert Renger-Patzsch - Ann und Jürgen Wilde Stiftung - Ausstellung München

Da in der Pinakothek der Moderne in München bald wieder eine Fotografie-Ausstellung angesagt ist, will ich Euch vorab über den Fotografen der „Neuen Wirklichkeit“, Albert Renger-Patzsch, informieren.
Die Ausstellung der Ann und Jürgen Wilde Stiftung findet vom 04.11.2011 bis zum 24.02.2012 (und bald ist wieder ein Jahr vorbei) in der Pinakothek der Moderne statt und lässt mich jetzt schon gespannt sein auf die ausgestellten Fotografien. Da Albert Renger-Patzsch ein kleines Multitalent gewesen ist, werden neben seinen Fotografien ebenso Publikationen und ein Auszug seines Briefwechsels mit dem Autor Ernst Jünger, der zwei Essays zu zwei Bildbänden von Renger-Patzsch veröffentlicht hat.

Das Leben von Albert Renger-Patzsch

Albert Renger-Patzsch wurde im Juni 1897 in Würzburg geboren. Bereits im zarten Alter von 14 Jahren wusste Renger-Patzsch so gut über die Fotografie bescheid, wie kaum jemand anderer, da sein Vater selbst sehr an der Fotografie interessiert gewesen ist. Nach seiner Schulzeit in der er bereits alles über die Entwicklung von Fotos und verschiedene Aufnahmetechniken wusste, begann er ein Chemie-Studium, welches er aber nach wenigen Semestern abbrach um fortan als Fotograf zu arbeiten. So war er sein ganzes Berufsleben lang als Fotograf tätig, blieb aber aufgrund verschiedenster Umstände niemals lange an einem Ort.
Da 1944 bei einem Bombenangriff ein Großteil seines Fotoarchivs zerstört wurde, zog er sich zurück und widmete sich nahezu ausschließlich der Naturfotografie.

Albert Renger-Patzsch war eine vielseitiger Fotograf, der sich um die 1920er Jahre als Werbefotograf, später aber als vielseitiger Fotograf, unter anderem in der Architekturfotografie seinen Lebensunterhalt verdingte. Viele seiner Werke aus dieser Zeit erzielen heute hohe Erlöse bei Auktionen und der „Albert Renger-Patzsch“ Preis, ein europäischer Fotobuch-Preis, der mit 25.000 € dotiert ist, zeugt noch heute davon, wie bedeutend der Fotograf für die Entwicklung der Fotografie gewesen war.
Renger-Patzsch verstarb im September 1966 in Wamel.

Naturfotografie von Albert Renger-PatzschEin, immer mal wieder erhältliches Buch von ihm, Im Wald. Aufnahmen aus dem Naturpark Arnsberger Wald von Albert Renger-Patzsch. findet man immer wieder bei amazon.de von seriösen Antiquitätenhändlern angeboten. Ich werde glaube ich bei einem der nächsten Angebote zuschlagen, selbst wenn mich die Architekturfotografien von Renger-Patzsch fast mehr interessieren, als seine Landschaftsaufnahmen.
In seinen Architekturaufnahmen widmete er sich besonders der Industrialisierung und der daraus entstehenden Gebäude und Bauwerke, sowie deren Innenleben. So dokumentierte er auch z.B. die Arbeitsplätze in Firmen, fotografierte Mensch und Maschine bei der Arbeit. Seine Fotografien selbst wirken auf mich sehr sachlich, überlegt, realistisch, wirklichkeitsgetreu.

Bildreferenz: Foto aus der Ann und Jürgen Wilde Stiftung

 

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