Sternschnuppen fotografieren – eine kleine Anregung

Sternschnuppe fotografieren im August

Sommerzeit ist Sternschnuppenzeit

Der August diesen Jahres hat für Deutschland wieder etwas zu bieten – neben dem mittelmäßigen Sommerwetter (je nach Region), ist deutschlandweit „Sternschnuppenzeit“ angesagt. Warum dies dieses Jahr besonders ausgeprägt ist, lässt sich mit dem periodisch, ca. alle 120 Jahre vorbeiziehenden Kometen „Swift-Tuttle“ (zum Wikipedia Artikel über Swift-Tuttle) erklären, der durch seine erdnahe Umlaufbahn der Sonne besonders nahe kommt und hier kleine Teilchen verliert, welche anschließend alle auf die Erde fliegen. Durch das Verglühen in der Atmosphäre entstehen dann wunderschöne Sternschnuppen-Schauer, welche sich auch fotografieren lassen – unter gewissen Umständen.

In den übrigen Jahren beglücken uns die Perseiden im August mit einem ausgeprägten Sternschnuppenschauer im gesamten August. Bei den Perseiden handelt es sich um einen jährlich wiederkehrenden Meteorstrom, dessen Ursprung im Sternbild des Perseus liegt. Perseiden bedeutet „Tränen des Laurentius“.

Sternschnuppen fotografieren – die passende Ausrüstung

Um Sternschnuppen zu fotografieren und gleichzeitig bei dunklem Nachthimmel ein verwackelungsfreies Bild zu erhalten, gehört neben ein wenig Glück auch eine passende Ausrüstung mit dazu. Bei der Wahl der Ausrüstung steht es jedem natürlich frei, seinen passenden Hersteller zu finden. Wir empfehlen hier nur die Produkte, die wir selbst seit einigen Jahren aktiv im Einsatz haben und von deren Qualität wir überzeugt sind.

  1. festes, verwackelungsfreies Stativ oder dementsprechend feste, stabile Unterlage. Wir haben hier seit Jahren ein Manfrotto Dreibeinstativ (055XPROB) mit 3 Wegekopf (MA 808RC4) im Einsatz. mit dieser Kombi sind wir mit unserer Kamera (Nikon D700 / D800) und passenden Objektiven bisher immer gut ausgerüstet gewesen und sehr zufrieden.
  2. Fernauslöser oder Kabelauslöser (zum verwackelungsfreien Auslösen der Kamera)
  3. Spiegelvorauslösung an der Kamera sollte eingestellt werden

 

Langezeitbelichtungen richtig vornehmen um Sternschnuppen zu fotografieren

Wenn nur in unregelmäßigen Abständen Sternschnuppen im Nachthimmel zu sehen sind wird man fast keine andere Möglichkeit haben, Sternschnuppen zu erwischen, außer mit einer Langzeitbelichtung. Je nach Kamera / Auslöser kann diese gerne außerhalb von Städten oder besiedelten Gebieten mehrere Minuten bis hin zu mehreren Stunden (in völlig dunklen Umgebungen) lang sein. Je nach Rauschen des Chips sollte man auf die Belichtungsempfindlichkeit der Kamera aufpassen.

Um bei einer Belichtungszeit von ca. 4 Sekunden eine Sternschnuppe zu erwischen, muss man etwas Glück haben. Das Problem bei längeren Belichtungszeiten ist generell, dass die Sterne durch die Erdrotation am Himmel „wandern“ und dabei selbst Striche bei längeren Belichtungszeiten bilden. Das Foto von der Sternschnuppe wurde mit einer Empfindlichkeit von 6.400 aufgenommen, welche auch für das Bildrauschen verantwortlich ist.
Hätte man keine so hohe Empfindlichkeit gewählt, hätte die Belichtungszeit länger sein müssen und man hätte auf dem Foto sogenannte „Startrails“ sehen können, wie hier in dem Bild auf der rechten Seite.

Sternschnuppe in Abenddämmerung über Malibu Ein weiteres schönes Bild aus unserer Lieblingsstadt – Los Angeles – mit Blick auf Malibu von einer Sternschnuppe die in der Dämmerung erwischt wurde, habt Ihr bereits oben schon gesehen. Wenn Ihr mehr über die Langzeitbelichtung erfahren wollt, findet Ihr mehr in unseren Blogbeiträgen zum Thema Langzeitbelichtung darüber.

Bildreferenz: Falling Star (Matthias Rhomberg), Falling to Malibu, Startrails

 

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